Crossover Evoque: Ein völlig neuer Range Rover
zuletzt aktualisiert: 02.08.2010 - 17:34Düsseldorf (RPO). Der neue dreitürige Crossover Evoque von Land Rover ist zwar noch auf den ersten Blick als ein „Landy“ zu erkennen, eigentlich aber ist bei diesem Range Rover alles anders. Bereits bei der flachabfallenden Studie LRX war erkennbar, dass die ur-britische, aber seit einiger Zeit zum indischen Tata-Konzern gehörende Marke ihr Design gründlich modifiziert.
Modelle von Land Rover (oder des Luxus-Ablegers Range Rover) wirkten bisher stets ein wenig wie aus der Zeit gefallen - aus jener Zeit, in denen cW-Werte, Gewichte und Verbräuche mindestens Nebensache, wenn nicht sogar total egal waren. Diese Zeiten sind vorbei. Ähnlich wie der neue XJ bei Jaguar, das ebenfalls unter Tata-Herrschaft steht, vollzieht der Evoque in gewisser Hinsicht einen Stilbruch.
Er ist deutlich kleiner als der Freelander, der momentan den Einstieg in die Marke bietet und mit dem er die Plattform teilt. 15 Zentimeter fehlen ihm in der Länge, gar 20 Zentimeter in der Höhe. Vor allem der Höhenunterschied macht deutlich, dass es hier nicht um ein weiteres Modell im typischen „Kastendesign“ geht. Mit seiner nach hinten abfallenden Dachlinie, der hohen Gürtellinie, den schmalen Fenstern und grimmig schauenden Scheinwerfern ist er anders als jeder Land Rover vor ihm. Der Neue wirkt wie ein zum Coupé geschrumpfter Geländewagen.
Die Designer und Ingenieure haben dem Konzeptauto einen 2,0-Liter-Diesel eingebaut, der die Vorderräder antreibt. Hinten wirkt ein unabhängiger Elektroantrieb, der seine Kraft aus zurückgewonnener Bremsenergie erhält. Bei sehr langsamem Tempo soll sogar eine reine elektrische Fahrt möglich sein.
Als Instrumententafel dient ein verspieltes, individuell konfigurierbares Display. Es kann in grün, rot oder blau erstrahlen, je nachdem welche Konfiguration vom Fahrer gewählt wird. Denn auch das gab es so noch nie in einem Land Rover: Ein Eco-Programm für maximale Spritersparnis (grün), ein Sport-Modus für dynamische Fahrweise (rot) und ein Alltagsmodus (blau). Der Verbrauch des Fahrzeugs soll bei 4,7 Litern je 100 Kilometern liegen.
Zudem wird Land Rover ein Sondermodell des Evoque herausbringen, dessen Innenausstattung von Victoria Beckham entworfen werden wird. Das Unternehmen gab die zukünftige Zusammenarbeit anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Range Rover bekannt. Carl-Peter Forster, Chef von Tata Motors, zu dem neben Land Rover auch Jaguar gehört, verspricht sich viel davon: Das Unternehmen wolle sich in Zukunft stärker auf weibliche Kunden konzentrieren, sagte er seinerzeit dem „Focus“.
Der Evoque kommt als dritte Variante des Range Rover und damit der luxuriös angehauchten Premium-Linie von Land Rover - und zwar schon im kommenden Jahr. Mit seinen großen und schweren Schwestermodellen hat er dann allerdings nicht viel gemeinsam. Der Dreitürer wird deutlich leichter sein, deutlich agiler und deutlich sparsamer. Die Marke Land Rover rüstet sich damit für eine automobile Zukunft, in der fast nichts mehr so sein wird, wie es heute noch ist.
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