Verkehrsminister-Tagung: Entscheidung über Gigaliner vertagt
zuletzt aktualisiert: 20.04.2007 - 09:48Düsseldorf/Wernigerode (RPO). Am Donnerstag haben die Verkehrsminister von Bund und Ländern beschlossen, die Entscheidung über die Giga-Liner auf deutschen Straßen auf den Herbst zu vertagen. NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) begrüßte die Entscheidung der Konferenz.
Bis Herbst solle eine Arbeitsgruppe auf Grundlage der Modellversuche unter anderem in Nordrhein-Westfalen sowie wissenschaftlicher Studien einen Beschlussvorschlag erarbeiten.
Wittke meinte, man sei in der Debatte um die so genannten Gigaliner "einen deutlichen Schritt" voran gekommen. Bislang habe Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Modellversuch in NRW kritisiert. Nun würden die Ergebnisse des Projektes in die Entscheidung mit einfließen.
Wittke hatte Anfang März eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen zu den Gigalinern vorgestellt, durch die er sich in dem Modellversuch bestätigt fühlte. Das Gutachten war den Angaben zufolge zu dem Schluss gekommen, dass der Einsatz der Riesen-Lkw zu einer Verringerung des Schwerlastverkehrs führt und damit zu einer geringeren Umweltbelastung. Kritiker haben dagegen unter anderem Sicherheitsbedenken beim Einsatz der Fahrzeuge.
Auf ausgewählten nordrhein-westfälischen Strecken werden seit Dezember vergangenen Jahres die Lkw getestet, die rund sieben Meter länger sind als normale Lastwagen. Sie dürfen aber ein Gewicht von maximal 40 Tonnen nicht überschreiten. Nach Angaben von Wittke wurden bislang sechs Genehmigungen erteilt. Bis Ende des Jahres soll der Versuch auf bis zu 20 Genehmigungen ausgeweitet werden.
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