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  Foto: AFP
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Wagen beschleunigt unkontrolliert: Erneuter Vorfall mit Toyota in USA

zuletzt aktualisiert: 09.03.2010 - 07:38

Los Angeles (RPO). Auf einem US-Highway hat es erneut einen Vorfall mit einem unkontrolliert beschleunigenden Toyota-Fahrzeug gegeben. Der 61-jähriger Fahrer eines Toyota Prius war am Montag (Ortszeit) auf der viel befahrenen Interstate 8 bei San Diego unterwegs, als er nach Angaben der Autobahnpolizei merkte, wie sein Wagen von alleine immer schneller wurde.

Obwohl er schließlich mehr als 90 Meilen pro Stunde (fast 145 Stundenkilometer) schnell war, schaffte der erschreckte Fahrer es, die Polizei anzurufen.

Per Lautsprecher wiesen die Polizisten den Mann an, durch wiederholte Betätigung der Handbremse und dann Abschalten des Motors abzubremsen. Als der Toyota langsamer wurde, setzte sich ein Polizeiwagen vor ihn, fuhr in eine Haltebucht und brachte mit der hinteren Stoßstange das Auto endgültig zum Stehen.

Der Vorfall wurde just an dem Tag bekannt, als Toyota mit einer technischen Demonstration Vorwürfe entkräften wollte, Probleme mit dem elektronischen Kontrollsystem hätten zu plötzlicher und ungewollter Beschleunigung geführt.

Toyota hatte in den vergangenen Monaten weltweit wegen Schwierigkeiten mit Gaspedalen und Bremsen mehr als acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen, darunter sechs Millionen in den USA. Das Problem mit dem klemmenden Gaspedal wollte der Hersteller mit dem Einsetzen eines zusätzlichen Bauteils beheben.

In den USA werden mittlerweile 52 Todesfälle mit den technischen Problemen bei Toyota-Fahrzeugen in Verbindung gebracht. Die Zahl der eingegangenen Beschwerden über plötzliche und ungewollte Beschleunigung von Toyota-Autos stieg Medienberichten zufolge auf 3300.

Problem mit Sicherheitselektronik bestritten

Toyota hat am Montag einer Studie über angebliche Probleme mit den elektronischen Kontrollsystemen seiner Fahrzeuge widersprochen. Ein Autoexperte der Southern Illinois University hatte erklärt, einen Fehler simulieren zu können, der zum unbeabsichtigten Beschleunigen führen könne.

Der japanische Autohersteller hat weltweit mehr als acht Millionen Fahrzeuge wegen ungewollter Beschleunigung und Problemen mit den Bremsen in die Werkstätten beordert. Beschwerden über fortgesetzte Schwierigkeiten selbst nach den Nachbesserungen hatten Spekulationen ausgelöst, neben den bislang bekannten mechanischen Problemen könnte es auch Fehler bei Software oder Elektronik geben.

Toyota-Sprecher Mike Michels betonte in Detroit jedoch, bei den Beschwerden über ungewolltes Beschleunigen nach dem Rückruf gehe es offenbar um eine kleine Zahl von Fällen, in denen die Reparaturen nicht richtig ausgeführt worden seien. Außerdem verwies das Unternehmen auf Gegenstudien, die die von den Kritikern angeführte Simulation realitätsfern nannten. Das Unternehmen sei von seinem elektronischen Kontrollsystem überzeugt, sagte Michels.

Quelle: AFP/csr

 
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