Umweltbundesamt fordert Anstrengungen: Feinstaub-Belastung in Umweltzonen zu hoch
zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 - 12:53Dessau (RPO). In Städten und Ballungsräumen ist die Feinstaub-Belastung trotz Umweltzonen nach wie vor zu hoch. Die Feinstaub-Werte lagen im vergangenen Jahr in Deutschland im Mittel sogar über dem Niveau der vorherigen vier Jahre, wie das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau am Montag auf Grundlage vorläufiger Messdaten mitteilte.
Vor allem in direkter Nähe zu Straßen würden in Städten und Ballungsräumen die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid "zu häufig überschritten."
Beim Feinstaub lagen laut UBA 42 Prozent der verkehrsnahen Stationen über dem zulässigen Tagesgrenzwert, der nur 35 Tage mit über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel erlaubt. Beim Stickstoffdioxid lagen demnach sogar 57 Prozent der städtisch verkehrsnahen Stationen über dem erlaubten Jahresmittelwert.
UBA-Präsident Jochen Flasbarth rief dazu auf, gerade in den Städten noch mehr für eine bessere Luft zu tun. "In großen Teilen Deutschlands hat die Luft eine gute Qualität", erklärte Flasbarth. Allerdings müsse in den Städten und Ballungsräumen, wo die Atemluft der Menschen immer noch mit zu viel Feinstaub und Stickstoffdioxid belastet sei, noch mehr getan werden.
Umweltzonen seien dafür "ein geeignetes Mittel". Diese seien aber nur ein Teil der Lösung, da Feinstaub und Stickstoffoxide zu großem Teil auch bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten entstünden.
Die Feinstaub-Belastung ist auch vom Wetter abhängig. Bei sogenannten austauscharmen Hochdruckwetterlagen wird die Luft laut Umweltbundesamt weniger durchmischt. Das kann demnach dazu führen, dass die Luft selbst dann schlechter wird, wenn die Emissionen der Autos, Heizungen oder Fabriken gleich bleiben. Im Jahr 2011 gab es gleich mehrere solcher Wetterlagen.
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