Was versteht man unter Feinstaub? Warum ist er gefährlich? Wo und warum wurden Umweltzonen eingerichtet? Welche sind noch geplant? Wir erklären es Ihnen.
Unter Feinstaub versteht man kleine Schwebeteilchen in der Luft, die höchstens zehn Mikrometer groß sind. Das entspricht etwa einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares.
Die winzigen Feinstaubteilchen gelangen über Atemwege und Blut direkt in viele Organe, auch ins Herz. Sie verursachen in den Atemwegen lokale Entzündungen und können die Gesundheit schwerwiegend beeinträchtigen.
Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle.
Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für die Außenluft festlegt: Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden.
Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern. Am 1. März 2007 ist in Deutschland die Verordnung für Feinstaubplaketten in Kraft getreten, die Autos in vier Schadstoffklassen einteilt. Wenn eine Kommune Fahrverbote in Umweltzonen erlässt, können dort nur Autos mit entsprechenden Plaketten fahren.
Nach einer Übersicht des Umweltbundesamts gibt es seit 1. Januar 2008 Umweltzonen in Köln, Dortmund, Hannover und Berlin, am 1. März kamen die baden-württembergischen Städte Stuttgart, Mannheim, Ilsfeld, Ludwigsburg, Leonberg, Tübingen, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd dazu. Im Herbst folgte das Ruhrgebiet.
Zum 1. Januar 2009 kommen die Städte Augsburg, Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Neu-Ulm, Ulm, Pforzheim und Wuppertal hinzu. Düsseldorf zieht am 15. Februar 2009 nach.