Vorstandschef der deutschen Fiat Werke AG Fricke steigt aus: Fiat setzt neuen Mann hinters Firmen-Steuer
zuletzt aktualisiert: 24.01.2004 - 11:19Frankfurt/Main (rpo). Der Vorstandschef der deutschen Fiat Werke AG, Klaus Fricke, steigt nach nur einem Jahr beim Autobauer aus. Nach Angaben des Unternehmens soll der bisherige Geschäftsführer der Fiat-Gruppe (Fiat, Alfa, Lancia) in Österreich und der Schweiz, Stephan Winkelmann, den Autobauer künftig steuern.
Fricke habe sein Amt auf eigenen Wunsch niedergelegt. Fiat befindet sich in Deutschland auf gutem Kurs. Auch wenn die Neuzulassungen im vergangenen Jahr um rund 15 Prozent auf 89 000 gesunken sind, fuhr die deutsche Gesellschaft seit langer Zeit wieder Gewinn ein.
Laut Fricke wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr im operativen Geschäft ein Plus von rund 35 Millionen Euro erwartet, nach einem entsprechenden Verlust von 28 Millionen Euro im Jahr davor.
In diesem Jahr will Fiat nach eignen Angaben seine Zulassungen um gut 26 Prozent auf insgesamt 143 000 steigern. Allerdings drücken deutliche Haldenbestände die Absatzprognosen. Derzeit stehen bei Fiat-Händlern mehr als 17 000 unverkaufte Neu-Fahrzeuge, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des Fiat-Managements.
Zudem gebe es deutliche Lücken im Vertrieb. So mangele es derzeit in 44 Städten der Größe zwischen 25 000 und 150 000 Einwohnern an einer Präsenz von Alfa Romeo, Fiat oder Lancia. Das bedeutet nach einer internen Unternehmensauflistung den Verlust von beinahe 20 000 Zulassungen.
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