IAA-Freizeittipps: Frankfurt: Zwischen Autos und Äppelwoi
zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 - 07:00Frankfurt/Main (rpo). Bankenhochburg und Metropole der Museen und Musen - dafür steht die IAA-Stadt Frankfurt, und so mancher Besucher kann sich in diesen Tagen davon ein Bild machen, sofern er ein bisschen Muße mitbringt und während der Automobil-Messe (15. bis 25. September) einen Abstecher in die Innenstadt macht.
Wer sich als IAA-Besucher auch nur ein bisschen vom Auto ablenken lässt und nach dem Rundgang durch die überfüllten Hallen noch etwas Kraft hat, dem sei ein Bummel durch die Stadt empfohlen. Den richtigen Weg vorausgesetzt, lassen sich die touristischen Höhepunkte bequem miteinander verbinden.
Die Route vom Messegelände sollte zunächst zum Maintower führen. Dort gibt es einen Aufzug, der müde Messegäste ohne Anstrengung auf knapp 200 Meter Höhe befördert. Von der Aussichtsplattform im 56. Stock aus hat man nicht nur einen guten Blick bis weit hinein in den Taunus, sondern auch garantiert genügend Frischluft, um den Messeschweiß zu trocknen. Außerdem kann man sich rühmen, am höchsten öffentlich zugänglichen Punkt der City gewesen zu sein.
Alte Oper und Römerberg
Von dort aus geht man am besten weiter zum Opernplatz, wo die Alte Oper seit 1981 wieder "Dem Wahren Schönen Guten" gewidmet ist. Verlockender ist aber sicher der große Brunnen vor dem prunkvollen Bau, in dem sich wunde Touristenfüße angeblich wie von selbst heilen. Danach ruft die in der Realität eher kleine, dem Namen nach aber "Große Bockenheimer Straße", die wegen der vielen Delikatessenläden im Volksmund "Fressgass" heißt und den Bankern und Brokern der benachbarten Börse als Kantinenersatz dient.
Wer früh genug dran ist und frisch gestärkt aus der "Fressgass" kommt, hat an der Hauptwache die Wahl: Erliegt man vollends dem Konsum auf Deutschlands umsatzstärkster Einkaufsmeile und bummelt über die Zeil - oder wandelt man lieber gleich auf den Spuren der deutschen Geschichte zur Paulskirche? Doch gleich ob Horten oder Historie - danach führt der Weg auf jeden Fall auf den Römerberg, der mit strahlend restaurierten Patrizierhäusern und viel Fachwerk einen bunten Kontrapunkt zu den Glasfassaden der Wolkenkratzer setzt.
Mainufer
Geht der Messebesucher nur noch ein paar Schritte weiter, öffnet sich plötzlich das Blickfeld und er steht am Mainufer, das zu einer kurzen Rast einlädt. Doch wirklich schön ist es erst "Drippdebach" – auf der anderen Seite des Flusses. Von dort aus hat man nicht nur den besten Blick auf die Skyline, dort bieten sich auch die schattigsten Plätze zum Verschnaufen. Und wer noch immer nicht genug hat, dem stehen die Sammlungen für Architektur, Post oder Film entlang des Museumsufers offen.
"Wer dagegen endlich Schluss machen will mit dem Herumgelaufe, sollte sich zumindest noch ein, zwei Straßen hinein nach Sachsenhausen schleppen", raten Einheimische. Dort wartet ein "Geripptes" voll mit einem Viertelliter Äppelwoi, jenem vergorenen Apfelmost, dem vor allem in Kombination mit dem "Handkäs'" ein ungeahnter Einfluss auf die hessische Volksgesundheit und eine lebenserweckende Kraft zugeschrieben wird. Doch Vorsicht: Je nach Dosierung sind einem die automobilen Premieren des nächsten Tages dann plötzlich nicht mehr ganz so wichtig.
Informationen: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main, Kaiserstraße 56, 60329 Frankfurt (Tel: 069/21 23 88 00, Fax: 069/21 23 78 80, Internet: www.frankfurt-tourismus.de).
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