Sicher fahren will gelernt sein: Glatteis: Darum werden die Staus länger
zuletzt aktualisiert: 14.12.2009 - 12:03Frankfurt (RPO). Nun ist der Winter da. Staus werden länger. Autofahrer müssen sich auf Eis und Schnee einstellen. Auf glattem Untergrund reagiert der Wagen anders. Wer auch bei garstigem Wetter sicher ankommen will, sollte einige Ratschläge beachten.
Gerade am frühen Morgen sollten Autofahrer nach Einschätzung des Automobilclubs von Deutschland (AvD) besonders vorsichtig sein, häufig sind die Strecken noch nicht geräumt. Dann gilt es, besonders vorsichtig an Kreuzungen und Einmündungen heranzufahren. Denn durch ständiges Bremsen und Anfahren wird dort aus der Schneedecke schnell ein Glatteisspiegel - zumindest bis das erste Streufahrzeug kommt.
Die Autoexperten empfehlen, nun längere Fahrtzeiten einzuplanen, noch vorausschauender zu fahren, immer ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten und längere Bremswege einzukalkulieren.
Für Experten ist es keine Überraschung, dass bei diesen Wetterverhältnissen die Staus immer länger sind als sonst: Der Mensch verlernt laut Verkehrsforscher Michael Schreckenberg, auf Schnee und Glatteis zu fahren und geht zur Sicherheit automatisch vom Gas.
Ob tiefstehende Sonne, Dunkelheit, Regen oder Schnee – „die Leute haben einfach vergessen, wie das im letzten Jahr war. Das alles ist erst einmal wieder etwas ganz Neues“, erklärt der Professor von der Uni Duisburg-Essen.
Obwohl die meisten Autofahrer die Verhältnisse schon mehrfach erlebt hätten, „dauert etwa drei Tage, bis der Mensch das Fahren auf Eis und Schnee wieder drauf hat.“ Der Körper benötige erst wieder das entsprechende Fahrgefühl für Eis und Schnee.
So lange herrschten die gefürchteten chaotischen Zustände: „Die Leute gehen vom Gas und fahren vorsichtiger. Das ist ja auch richtig so. Aber der Verkehrsfluss wird gehemmt. Staus bilden sich“, erklärt Schreckenberg.
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