Neue Zahlen: Hier fahren die meisten Klassiker
zuletzt aktualisiert: 02.10.2008 - 10:05Düsseldorf (RPO). Bei den Klassikern in Deutschland herrscht ein West-Ost-Gefälle. Wie der Bundesverband Deuvet e.V. ermittelt hat, fahren in Hessen am meisten Oldies über die Straßen, während Mecklenburg-Vorpommern am Schluss der Klassiker-Rangliste 2008 liegt.
Nordrhein-Westfalen liegt bundesweit auf Platz zwei. Als Klassiker werden Kfz geführt, die mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben und im Straßenverkehr zugelassen sind. Sie können ein sogenanntes H-Kennzeichen bekommen. Zur Erteilung dieses H-Kennzeichens trat am 1. März 2007 eine Änderung des Gesetzgebers in Kraft. Während früher vorübergehend stillgelegte Fahrzeuge in den Bestandszahlen enthalten waren, fallen diese seitdem heraus.
Der rasante Aufstieg der Klassikerbestände erhielt deswegen zum 1. Januar 2008 eine Delle. Ursula Busch, Vizepräsidentin des Verbandes Deuvet e.V., glaubt allerdings fest an einen anhaltenden Aufschwung der Szene: „Das lässt sich anhand der Stilllegungszahlen belegen“, ist Busch sicher, dass sich die positive Entwicklung schon im kommenden Jahr fortsetzen wird.
Für die geringeren Oldtimer-Zahlen in den neuen Bundesländern findet Busch folgende Erklärung: Traditionell sei im Osten der Hang zu Motorrädern fester verwurzelt: „Der Bezug zu Fahrzeugen, mit denen man aufgewachsen ist, ist einfach größer“, betont Busch. Außerdem koste die Anschaffung eines Klassikers und seine Pflege Geld. Da sei das wirtschaftliche Gefälle zwischen West und Ost zu spüren.
Ein bemerkenswertes Detail aus Sicht des Verbandes ist eine Zahl, die der internationale Dachververband FIVA in seiner letzten Statistik veröffentlicht hat: Danach sind 98 Prozent der Oldtimer-Szene männlich.
Sehen Sie hier, wo die meisten Klassiker in Deutschland zu finden sind.
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