Abwrackprämie: Jetzt werden Neuwagen teurer
zuletzt aktualisiert: 31.01.2009 - 14:09Berlin (RPO). Die Abwrackprämie wirkt: Die Nachfrage nach Autos ist in den vergangenen Wochen trotz Krise stark gestiegen. Doch mit der höheren Nachfrage steigen auch die Preise für Neuwagen. Deshalb werden Autos teurer, erklärt der Bundesverband freier Kfz-Händler.
Die neue Abwrackprämie für Altautos führt nach Angaben des Bundesverbandes freier Kfz-Händler (BVfK) zu einem Preisanstieg bei Neuwagen. Die Autohändler reagierten damit auf die gestiegene Nachfrage nach Neufahrzeugen und Jahreswagen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den BVfK.
"In der Branche sind Anzeichen sichtbar, dass ein Preisanstieg kommen wird", sagte der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein. Auch die Rabatte würden in den nächsten Monaten geringer als bisher ausfallen. Konkrete Zahlen nannte Klein nicht. Der Verbandschef sagte, die Autohändler verhielten sich entsprechend den Marktgesetzen, wonach eine steigende Nachfrage zu steigenden Preisen führe. Händlern zufolge fänden derzeit vor allem Kleinwagen großen Absatz, schrieb die "Bild".
Autoindustrie: Deutlich mehr Käufe
Die Abwrackprämie hat nach Angaben der Automobilindustrie bereits im Januar zu deutlich mehr Autokäufen geführt. Es zeichne sich ab, "dass die Umweltprämie bereits in der zweiten Monatshälfte zu einer spürbaren Belebung des Geschäfts geführt hat", erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Samstag.
Wissmann hob hervor, dass die Prämie "rasch und unbürokratisch" umgesetzt worden sei und auch bei der CO2-basierten Kfz-Steuer jetzt Klarheit herrsche. "Die Kunden haben nun langfristige Planungssicherheit beim Autokauf", erklärte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). "Die Menschen gehen wieder in die Autohäuser.
Der Kraftstoffverbrauch der Altfahrzeuge, die dank der Abwrackprämie verschrottet werden, liegt laut Wissmann um durchschnittlich zwei Liter pro 100 Kilometer höher als der neuer Modelle. Die Bestandserneuerung führe nicht nur zu einer deutlichen CO2-Minderung, sondern auch zu einer noch stärkeren Reduzierung der "klassischen" Schadstoffemissionen, erklärte er.
Die Prämie von 2500 Euro kann seit vergangenem Dienstag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Sie wird gezahlt, wenn der Autohalter ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet, das zumindest ein Jahr in seinem Besitz war und dafür einen Neu- oder Jahreswagen kauft. Insgesamt sind 1,5 Milliarden Euro als Obergrenze vorgesehen. Der Topf würde also maximal für 600.000 Autos reichen. Jedoch müssen aus dem Budget auch die Verwaltungskosten für die Bearbeitung der Anträge gezahlt werden.
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