Bis zu 70 Prozent Mehrverbrauch: Klimaanlagen größere Spritfresser als angenommen
zuletzt aktualisiert: 16.05.2006 - 08:25Köln (rpo). Dass Klimaanlagen zu einem höheren Spritverbrauch führen, war auch bisher schon bekannt. Neue Messungen haben allerdings ergeben, dass Klimaanlagen viel größere Spritfresser sind als bisher angenommen. So kann der Verbrauch an warmen um bis zu 70 Prozent steigen.
Das berichtet das ARD-Magazin "Plusminus". Die Sendung beruft sich auf bislang unveröffentlichte Messungen des TÜV Nord und eine Studie der Schweizerischen Anstalt für Materialprüfung (EMPA). Demnach gibt es je nach Fahrzeugtyp und Hersteller drastische Unterschiede.
Insgesamt hätten TÜV und EMPA mit zehn Fahrzeugen auf Prüfständen standardisierte Testfahrten absolviert, heißt es in der Mitteilung. Dabei seien verschiedenste Temperaturen und Verkehrsbedingungen simuliert worden. Unter hochsommerlichen Bedingungen habe im Stadtverkehr der Mehrverbrauch zwischen 1,8 und 5,7 Liter pro 100 Kilometer gelegen. Selbst bei konstanterer Fahrweise auf Autobahn oder Landstraße verbrauchten die untersuchten Klimaanlagen demnach bei einer Außentemperatur von 30 Grad zwischen knapp einem und bis zu zwei Liter zusätzlich. Als besonders verschwenderisch hätten sich ungeregelte Anlagen vor allem in Verbindung mit vergleichsweise PS-schwachen Motoren erwiesen.
Nicht nur an heißen Tagen habe der Mehrverbrauch eine Rolle gespielt, hieß es in der Mitteilung. Gerade elektronisch gesteuerte Klimaanlagen hätten auch an kalten Tagen spürbare Mengen an Benzin verbraucht. Selbst wenn bei einer Außentemperatur von 13 Grad die Luft auf 20 Grad erwärmt werde, laufe die Klimaanlage mit, um die angesaugte Luft zu trocknen. Dies führe selbst an kalten Tagen zu einem zusätzlichen Verbrauch zwischen rund 0,9 und 1,3 Litern.
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