Messe: Leipziger AMI als Leuchtfeuer am Automarkt
zuletzt aktualisiert: 31.03.2006 - 12:20Leipzig (rpo). Das Zulassungsplus von 1,8 Prozent im ersten Quartal 2006 nährt den Optimismus der Hersteller, dass der Umschwung auf dem Automarkt endlich vollzogen ist. Dazu beitragen will auch die Messe Auto Mobil International (AMI) in Leipzig, wo ab Samstag 472 Aussteller aus 18 Ländern die Neuheiten vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine kompakt präsentieren. Weil die IAA in Frankfurt dieses Jahr nicht stattfindet, ist Leipzig die wichtigste Autoschau auf deutschem Boden.
Der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung, Wolfgang Marzin, hofft bei der 16. AMI auf eine Steigerung der Besucherzahlen. Im vergangenen Jahr seien 270.000 Autobegeisterte aus 50 Ländern gekommen, sagte Marzin. 15 Autohersteller laden während der Messe mit mehr als 100 Modellen zu Testfahrten ein. Ein Schwerpunkt sind angesichts hoher Benzinpreise Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken wie etwa Erdgas.
Der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, sagte vor Beginn der Autoschau, der deutsche Pkw-Markt sei im ersten Quartal dieses Jahres mit 770.000 Neuzulassungen und damit einem Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestartet. "Der Zündfunke wird hier in Leipzig überspringen. Die AMI wird den Trend verstärken", sagte der Chef des Verbandes, der ideeller Träger der Leipziger Autoschau ist.
Lange forderte die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, alle Einnahmen aus der Lkw-Maut für den Ausbau der Straßenverkehrs-Infrastruktur zu nutzen und die Substanz des bestehenden Straßennetzes zu erhalten. Ausdrücklich unterstützte Lange Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bei seiner Ablehnung einer Pkw-Maut.
Am Samstag wird Tiefensee die bis zum 9. April dauernde AMI gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, und Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger offiziell eröffnen.
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