Edeltuning aus Ennepetal: Maserati für Opel-Jünger: Der Bitter Insignia
zuletzt aktualisiert: 28.07.2010 - 07:56Düsseldorf (RPO). Vor knapp 40 Jahren betrat ein Tuner die Bühne, der Opel-Modelle italienisch trimmte. Der Bitter CD und der Bitter SC wurden zu Kultautos. Jetzt versucht Erich Bitter das gleiche nochmal mit dem Insignia.
In Medien wurde dem Bitter Insignia bereits der Beiname „Ruhrpott-Maserati“ verpasst, weil sein Design wie bei den früheren Modellen italienisch anmutet und die typischen Attribute des großen Vorbilds aufweist: Das Haifisch-Gesicht mit den eingestellten Scheinwerfern. Aber nach dem Siegel "Made in Italy" wird man in diesem Wagen vergeblich suchen. Dieser Insignia ist ein komplett neu entworfener Opel - Autodesign aus dem Pott also.
Erich Bitter war nie ein Mann, der Risiken scheute. In den verschiedenen Phasen seines Lebens war er Profi-Radrennfahrer und Autorennfahrer. Im Laufe der sechziger Jahre importierte er die Produkte des italienischen Tuners Abarth und einen Sportwagen des italienischen Herstellers Intermeccanica. Gerade bei diesem Auto brachte Bitter bereits eigene Ideen ein, um den Standard des Sportwagens zu verbessern.
Bitter-Gründung 1971
Doch zum Autoproduzenten wurde Bitter erst 1971 nach der Begegnung mit einer Studie von Opel: Dort hatte man auf Basis der damaligen Oberklasse-Limousine Diplomat ein Coupé entwickelt, das allerdings keine Chancen auf eine Serienfertigung hatte. Bitter machte sich daran, ein solches Auto zur Serienreife zu bringen. 1973 stand der Bitter CD auf der IAA in Frankfurt. Äußerlich brauchte sich der CD vor italienischen Traumautos von Marken wie Maserati oder Ferrari nicht zu verstecken, auch im Innenraum ging es klassenüblich nobel zu.
Zwar dürfte die Produktionszahl von 395 Bitter CD den großen Herstellern nur ein müdes Lächeln entlockt haben - für Bitter jedoch war das Projekt ein Erfolg. Also machte er sich 1977 an die Entwicklung eines Nachfolgers: Das Erbe des CD (Coupé Diplomat) sollte der SC (Senator Coupé) antreten. Wobei der Name zeigt, dass sich an der Basis etwas getan hatte. Einen Diplomat gab es bei Opel nicht mehr, auch keinen Achtzylinder. Rund die Häfte der 461 zwischen 1981 und 1989 gebauten Exemplare wurden in den USA verkauft. Ab 1984 bot Bitter neben dem Coupé auch ein viersitziges Cabrio an.
Luxus im Innern
Beim Insignia sind Front und Heckpartie des Opels sind gänzlich neu gestaltet, mit einem am Heck prangendem vergrößerten Spoiler. Die ansonsten eher klassische Limousine gewinnt das Aussehen eines Sportwagens. Im Innenraum trifft man auf eine Vollleder-Ausstattung, die mit Nähten farblich abgesetzt ist. Darüber prangt ein Alcantara-Himmel. Holzapplikationen runden das luxuriöse Ambiente ab.
An der Opel-Technick ist nichts verändert worden, ein V6 Turbo mit Allrad-Technik und 260 PS treibt den Bitter Insignia nach vorn. Zur Ausstattung des Bitter-Opels zählen ferner Sechsgang-Automatik sowie das bekannte adaptive Fahrlicht, eine Zweizonen-Klimaautomatik und Parksensoren.
Preis ab 65.998 Euro
Erstmalig sind die verschiedenen Ausstattungen auch für schon im Bestand befindliche Insignia lieferbar. Das Exterieur und Interieur kann einzeln oder zusammen gewählt werden. Der Umbau erfolgt im Hause Bitter. Die Preise beginnen bei 65.998 Euro. Bitter greift damit Konkurrenten aus der obere Mittelklasse an. Immerhin kostet der vergleichbare Opel Insignia 38.085 Euro.
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