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maserati grancabrio weiss panorama HERSTELLER 2010-0625
  Foto: Herrsteller
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GranCabrio für Ästheten: Maseratis neue Freiluft-Lounge

VON GÜNTER WEIGEL - zuletzt aktualisiert: 27.06.2010 - 10:25

Düsseldorf (RP). Das erste viersitzige GranCabrio von Maserati spielt in einer eigenen Liga. Italienisches Design ist hier gepaart mit einem 440 PS starken Motor. Luxus pur zum Basispreis von 132.770 Euro. Dabei bleibt der Abstand zu den viel teureren Marken Rolls Royce oder Bentley gewahrt.  

Seit einiger Zeit gibt es den Trend, den Garten mit schicken Lounge-Möbeln zum Wohnzimmer unter freiem Himmel aufzupeppen. Menschen, denen der Sessel auf der grünen Wiese den gewissen Kick gibt, dürften auch am Maserati GranCabrio ihre helle Freude haben. Der große offene Viersitzer glänzt mit mondänem Charme und italienischem Design.

Zudem spielt das 323 kW/440 PS starke neue Modell mit dem Dreizack im Wappen in seiner eigenen Klasse. Mit dem Preis von über 130.000 Euro grenzt es sich von bürgerlichen Premiumangeboten deutlich ab, liegt aber weit unter Rolls Royce oder Bentley. 

Das erste viersitzige Cabrio der Marke ist ein echtes Baukasten-Produkt. Naturgemäß teilt sich das neue Modell viele Komponenten mit dem Coupé GranTurismo; dies wiederum baut auf einer verkürzten Quattroporte-Bodengruppe auf.

Platz genug für Italiener

Der mit 2,94 Metern beachtliche Radstand bedeutet respektable Sitzverhältnisse auch in der zweiten Reihe. Wenn am Steuer ein durchschnittlich großer Italiener Platz nimmt, sitzt man auch hinten bequem. Bei längeren Fahrern schrumpft der Knieraum hingegen auf das Maß, das man auch von ebenfalls theoretisch viersitzigen Cabrios wie dem Porsche 911 kennt. So ganz ernst meint es Maserati mit der Viersitzigkeit ohnehin nicht.

So beinhaltet das maßgeschneiderte Kofferset für den 173 Liter kleinen Gepäckraum auch zwei Taschen, die mit der serienmäßigen Isofixhalterung sicher auf den Rücksitzen verstaut werden können. Weil die Taschen aus dem gleichen Leder gefertigt werden wie die Innenausstattung, ist diese Lösung sehr stilvoll. Dass der Kofferraum nicht größer ausfällt, liegt am Dachkasten, der anders als bei der Konkurrenz als eigene Box ausgeführt wurde und die Karosseriestruktur verstärkt. Dadurch wird das GranCabrio laut Hersteller zum verwindungssteifsten Auto seiner Art. Besondere Vorteile haben wir hinter dem Steuer allerdings nicht feststellen können.

Betörende Akustik

Das fast fünf Meter lange Fahrzeug lenkt exakt ein, setzt sich aber nicht von einem E-Klasse-Cabrio oder einem BMW 6er Cabrio ab, um einmal zwei bürgerliche Wettbewerber zu benennen. Weil es hierzulande auch im Sommer oft kühl ist, wird das Dach oft geschlossen bleiben. Das vermindert die Eleganz des Fahrzeugs kaum. Auf die betörende Akustik des Achtzylinders muss man so allerdings weitgehend verzichten, weil sie nur noch dezent in den Innenraum dringt.

Der Motor ist ein echter Sportler, was zu einem italienischen Luxuscabrio bestens passt. Allerdings wirken Klang und Motorcharakter fast zu aufdringlich. Statt gleitend zu genießen, ertappt man sich immer wieder beim unnötigen Gasgeben. Die Sechsgang-Automatik erledigt ihr Geschäft übrigens perfekt – die Schaltpaddel am Lenkrad kann man getrost vergessen.

Bleibt die Standardfrage nach den Fahrleistungen. Gleich zwei Höchstgeschwindigkeitswerte geben die Italiener für das GranCabrio an: Offen fährt es 274 km/h Spitze, geschlossen werden 283 km/h erreicht. Den kombinierten Verbrauch gibt Maserati mit 15,2 Litern an, was einer CO2-Emission von 354 g/km entspricht. Bei maximal 2000 Einheiten im Jahr schadet das dem Klima nicht wirklich.

Quelle: RP/SP-X

 
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