"Superlight" in Serie gehen: Mazda macht Ernst mit dem Mager-MX-5
zuletzt aktualisiert: 09.10.2009 - 13:05Kitzbühel (RPO). Verrückte Auto-Studien schaffen es nur selten in die Serienproduktion. Meistens bleiben sie kühne Träume der Designer. Nicht so beim Mazda MX-5 "Superlight". Der fenster- und dachlose Ableger des weltweit erfolgreichsten Roadsters soll wirklich in Serie gehen.
Auf der IAA in Frankfurt war der MX-5 "Superlight" noch eine Vision – ein Traum der Mazda-Designer. Jetzt könnte das verrückte Gefährt tatsächlich in Serie gehen. Die Japaner denken ernsthaft über die Produktion des MX-5 "Superlight" nach. Das Echo auf die auf der Automesse gezeigte Studie des radikalen Roadsters ohne Dach und Seitenscheiben sei sehr positiv gewesen. So positiv, "dass wir jetzt einen Weg suchen, um das Auto auf die Straße zu bringen", sagt Peter Birtwhistle, Leiter des europäische Designcenters.
"Superlight" käme als Kleinserie
Ob, wann und in welcher Stückzahl das möglich sei, lässt Birtwhistle allerdings bislang offen. Und auch zu einem möglichen Preis machte er keine Angaben. "Für uns selbst wird es wahrscheinlich eher schwierig, den Superlight zu bauen", räumte Pressesprecher Jochen Münzinger ein. Deshalb verhandele Mazda nun mit Spezialunternehmen, die auf Kleinserien spezialisiert seien: "Die ersten Angebote liegen bereits vor."
Serienfertigung ist keine große Herausforderung
Technisch wäre die Serienfertigung laut Birthwhistle keine große Herausforderung. Weil die Studie sehr eng am Serienmodell angelehnt sei, bestehe die Konstruktion vor allem in der Kunst des Weglassens. Einzig höhere Überrollbügel und vielleicht doch ein kleiner Windabweiser wären nicht schlecht, glaubt der Designer.
Motor bleibt unverändert
Am Motor dagegen müsse man nichts ändern. Zwar hat Mazda für den sportlichsten MX-5 mit dem 1,8 Liter großen Vierzylinder den kleinsten und schwächsten Motor gewählt. Doch weil das neue Design eine Gewichtsersparnis von rund 100 Kilo bringt und der Superlight weniger als eine Tonne wiegt, ist der Wagen schneller und sparsamer als die Serienmodelle. Den Spurt auf Tempo 100 schafft er laut Mazda in 8,9 Sekunden, und der Verbrauch liegt bei 6,3 Litern. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 150 g/km.
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