Luftige Testfahrt: Mit Sylvie van der Vaart im BMW-Windkanal
zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 10:33Düsseldorf (RPO). Sie sitzt in einem offenen BMW 3er Cabrio aus dem Jahr 1987, in ein bordeauxfarbenes Kleid der 80er gehüllt, die Haare vom Haarspezialisten in Form gebracht. Sylvie van der Vaart, als Testperson für den neuen BMW-Windkanal ausgesucht, wirkt ein bisschen nervös.
Das Cabrio steht im BMW-Windkanal, und der riesige Rotor läuft langsam an. Ich bin aufgeregt, weil ich nicht weiß, was hier passiert mit all dem Wind. Aber BMW hat mir versichert, dass alles sicher ist“, sagt Sylvie van der Vaart. Als es losgeht, sieht man im Leitstand, wie sich aus einem lauen Lüftchen langsam, aber sicher eine steife Brise mit 60 km/h entwickelt. BMW hat die Spielerfrau von Ex-HSV-Profi Rafael van der Vaart (jetzt Real Madrid) engagiert, um das neue Aerodynamische Versuchszentrum im Münchner Norden zu testen.
Zerzauste Löwenmähne
Hier wollen die BMW-Ingenieure frühzeitig im Entwicklungsprozess die cw-Werte der neuen Autos verbessern. Neben Leichtbau und Antriebstechnik spielt die Aerodynamik die entscheidende Rolle für die Automobile der Zukunft. Nach der luftigen Testfahrt von Sylvie ist das Ergebnis deutlich: Der Friseur des 31-jährigen Models hat wenig Grund zur Freude. Die zerzauste Löwenmähne der TV-Moderatorin wäre nur noch in einem Musikvideo der 80er die Idealbesetzung gewesen.
Doch der Test ist noch nicht zuende. Outfit und Haare werden umgestyled, und wir bewegen uns nach vorn ins Jahr 2009: Ein aktuelles 3er Cabrio glänzt im Licht des Windkanals. Van der Vaart lächelt jetzt im eleganten beigefarbenen Hosenanzug im Business Look in die Kamera und schwärmt von Cabrio-Fahrten in ihrem Wohnort Madrid.
„Offenfahren ist genau mein Fall!“, sagt die Holländerin. Am Steuer im Windkanal wartet sie gespannt auf die nächste Erfahrung, als sich die mächtigen Rotoren abermals in Bewegung setzen. Die verbesserte Aerodynamik des Fahrzeugs mit verminderten Luftwirbeln im Innenraum wird für alle am Set sichtbar.
22 Jahre Fortschritt
Die glatte Langhaarfrisur bewegt sich keinen Milimeter. Sylvie van der Vaart steigt lächelnd aus: „Was für ein Unterschied zu dem älteren Cabrio! Vom Wind war nichts zu spüren, ich musste erstmal prüfen, ob der Wind überhaupt angestellt worden war.“ 22 Jahre Fortschritte in der Automobilentwicklung – demonstriert an einem Frisuren-Experiment.
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