Winzling i-MiEV serienreif: Mitsubishi mischt die Elektroautos auf
VON MANFRED KÜHNAPPEL - zuletzt aktualisiert: 17.04.2009 - 07:50Düsseldorf (RPO). Während andere Hersteller noch an ihren Autos herumschrauben, ist der kleine Mitsubishi i-MiEV serienreif. Im Juli 2009 startet der Verkauf in Japan. Kanada hat bestellt. Monaco hat für Ende 2009 geordert, der Rest Europas folgt 2010. So mischt Mitsubishi den Markt auf.
Entsprechend schnell will Mitsubishi die Anfangsproduktion des Elektrowinzlings i-MiEV erhöhen. Die für dieses Jahr geplanten 2000 Einheiten sind bereits verkauft. Für 2010 soll die Fertigung von geplanten 4000 auf 5000 und für 2011 auf über 10.000 Einheiten erhöht werden.
i-MiEV leitet sich ab aus „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“, was so viel bedeutet wie Mitsubishis bahnbrechendes Elektrovehikel. Außerhalb Japans werden anfangs zwei, später mehr der kleinen Stromer zuerst durch die kanadische Stadt Vancouver rollen.
Bereits bei der Vorstellung des Fahrzeugs hatte Mitsubishi Pläne geäußert, den i-MiEV nach seiner Einführung weltweit zu exportieren. Dass binnen drei Jahren das Interesse an Elektroautos derart explodieren würde, hatten sich seinerzeit wohl auch die Japaner nicht träumen lassen.
Die europäische Ausgabe des i-MiEV ist als Linkslenker ausgelegt und unterscheidet sich unter anderem durch eine breitere Spur, größerer Karosserieüberhänge und weiteren marktspezifischen Details. Partner ist die französische PSA Peugeot Citroen.
Ende 2009 wird eine Fahrzeugflotte bei den örtlichen Behörden und Institutionen des Fürstentums Monaco eingesetzt werden. Genutzt werden die Mitsubishis dort von Post und Telefongesellschaft, aber auch von Hotels und dem Kasino in Monte Carlo. Falls der i-MiEV in Deutschland startet, sollte sich Mitsubishi noch einmal Gedanken über den für unseren Geschmack miefigen Namen machen.
An Haushalts-Steckdosen
Ein Onboard-Aufladesystem des 3,40 langen, 1,48 breiten und 1,60 Meter hohen i-MiEV erlaubt das Aufladen der Lithium-Ionen-Batterien an regulären Haushalts-Steckdosen. Der kleine Mitsubishi ist sogar dem Ursprungsmodell „i“, auf dessen Plattform er gebaut wurde, in Leistung und Fahrdynamik überlegen.
In der Beschleunigung von 40 auf 60 km/h ist er um 31 Prozent schneller als das Minicar. Dank seines stattlichen Drehmoments von 180 gegenüber 94 Newtonmetern zudem deutlich durchzugsstärker. Die Endgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Die angestrebte Reichweite nach einer siebenstündigen Batterieaufladung liegt bei 130 Kilometern.
Zu Preisen für den Verkaufsstart in Europa macht der Hersteller noch keine Angaben.
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