Gigaliner sollen kommen: NRW-Minister für übergroße Lkw
zuletzt aktualisiert: 02.02.2009 - 08:11Düsseldorf (RPO). ADAC und Umweltverbände lehnen die Einführung von "Monstertrucks" seit langem ab. Zu den Befürwortern der sogenannten Gigaliner gehört dagegen Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU). Er hat die Zulassung im WDR-Fernsehen nun noch einmal bekräftigt.
Die sogenannten Gigaliner seien "umweltfreundlicher, sicherer und erzeugen weniger Verkehr als die vergleichbare Menge nomaler Lkw", sagte Wittke dem WDR-Fernsehen. Der Minister bezog sich mit seiner Einschätzung auf Ergebnisse einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und des TÜV Rheinland.
Diese Untersuchung fasst die Resultate des nordrhein-westfälischen Modellversuchs von 2006 bis 2008 zu den Riesen-Lkw zusammen. Neben der NRW-Studie war auch in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung der EU der Einsatz von Gigalinern positiv bewertet worden.
25 Prozent weniger CO2
Danach sollen Gigaliner rund 25 Prozent weniger CO2 emittieren als herkömmliche Lkw. Deutsche EU-Politiker wie Alexander Graf Lambsdorff (FDP) befürworteten aufgrund der neuen Ergebnisse die europaweite Einführung von Gigalinern.
Wittke war in der Vergangenheit wegen seiner Sympathie für Gigaliner kritisiert worden. ADAC und Umweltverbände hatten sich stets gegen die Einführung der "Monstertrucks" gewehrt. Noch im Herbst 2008 hatte sich die Verkehrsministerkonferenz eindeutig gegen die Einführung von Gigalinern in Deutschland ausgesprochen. Damit galt das Projekt in Deutschland als nicht durchsetzbar.
Gleichzeitig wuchs aber der politische Druck aus den Benelux-Staaten und Skandinavien auf die EU, das deutsche Verbot zu kippen. Spätestens im zweiten Halbjahr 2009, unter der Ratspräsidentschaft Schwedens, rechnen laut der WDR-Sendung "Westpol" Befürworter nun mit einer europaweiten Zulassung der Gigaliner.
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