Rückruf in Deutschland?: Prius-Entscheidung bis Mittwoch
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 08:46München (RPO). Ob der Toyota Prius wegen seines fehlerhaften Bremspedals auch in Deutschland zurückgerufen wird, entscheidet sich bis Mittwoch. Das erklärte der Toyota-Deutschlandchef Alain Uyttenhoven im Gespräch mit einer Zeitung.
Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Uyttenhoven, der japanische Autohersteller wolle seine Prius-Entscheidung bis spätestens Mittwoch mitteilen. Betroffen von einer solchen Aktion wären hierzulande dann alle 3500 Prius der neuesten Baureihe, die seit Juni 2009 in Deutschland verkauft wurden.
Zurzeit werde noch die Situation des Hybridmodells in Japan und den USA geprüft. "Aber wenn es dort zu Rückrufen kommen sollte, wäre auch Deutschland betroffen, denn die Konstruktion ist die gleiche - alle Autos mit den betreffenden Bremsen kommen aus Japan."
Das Hybrid-Auto Prius ist das Vorzeigemodell des japanischen Konzerns. Es wurde 1997 eingeführt und war das erste seriengefertigte Hybrid-Fahrzeug der Welt. Beim Prius arbeiten ein Benzin- und ein Elektromotor zusammen. Weltweit wurden mehr als 300.000 Fahrzeuge des nun von den Problemen betroffenen Hybridmodells verkauft, die alle vom Konzern zurückgeholt werden müssten. Bei Prius-Modellen, die vor Januar 2010 hergestellt wurden, kann es auf rutschigen Straßen zu einer spürbaren Verzögerung kommen, bevor die Bremse wirksam arbeitet.
Toyota hat seit einigen Monaten mit einer Pannenserie zu kämpfen, die sich im Januar verschärfte. Der Konzern rief weltweit mehrere Millionen Autos in die Werkstätten zurück, bei denen die Gefahr bestand, dass sich das Gaspedal verklemmt. Zuvor hatte der Konzern bereits Millionen Autos in den USA wegen Problemen mit Fußmatten zurückgerufen.
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