Land, regionale Wirtschaft und Kommunen teilen Planungskosten: Private Küstenautobahn in Niedersachsen geplant
zuletzt aktualisiert: 02.08.2004 - 14:32Hannover (rpo). Die Küstenautobahn 22 von Ostfriesland bis an die Elbe soll privat gebaut und durch Autobahngebühren finanziert werden. Die 113 Kilometer lange Autobahn solle Teil einer europäischen Magistrale zwischen Stockholm und Amsterdam werden und zugleich in der niedersächsischen Küstenregion für eine selbsttragenden Wirtschaftsentwicklung sorgen.
Wie Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) am Montag in Hannover sagte, wollen das Land, die Wirtschaft der betroffenen Region und deren Kommunen zunächst die Linienplanung für die Strecke gemeinsam finanzieren. Danach wolle man durch eine Bundesratsinitiative dafür sorgen, "dass die A 22 privat gebaut werden kann".
Angesichts der wachsenden Probleme der öffentlichen Haushalte, rechne Hirche damit, dass bis zum voraussichtlichen Baubeginn im Jahr 2014 "eine Mautfinanzierung gesetzlich möglich" sei. Die Küstenautobahn 22 soll in Ostfriesland an der A 28 beginnen und an der Elbe westlich von Hamburg in die A 20 einmünden.
An den Kosten der Linienplanung in Höhe von 2,25 Millionen Euro wird sich das Land nach Angaben von Hirche mit 750.000 Euro beteiligen. Die Beschaffung von jeweils weiteren 750.000 Euro für die Planung hätten die Wirtschaft der Region und die betroffenen Landkreise zugesagt. Das Raumordnungsverfahren mit einer Linienempfehlung für die neue Autobahn solle bis 2008 abgeschlossen sein.
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