Die Zahl der deutschen Städte mit Umweltzonen für Autos steigt 2011 weiter. Teils verschärfen die Kommunen ihre Vorschriften für den Schadstoff-Ausstoß auch. Hier lesen Sie, was Sie vor Fahrtbeginn wissen sollten.
Was sind Umweltzonen?
Umweltzonen sind Bereiche meist in Stadtzentren und umliegenden Gebieten, für die besondere Schadstoffgrenzwerte gelten und wohin deswegen nur bestimmte Autos einfahren dürfen. Dadurch soll die Luftqualität verbessert werden. Insbesondere die Belastung mit dem sogenannten Feinstaub soll verringert werden, der laut Umweltbundesamt im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen steht.
Welche Autos sind von Umweltzonen betroffen?
Alle. Ob Durchgangsverkehr, Anwohner, Besucher oder Touristen - in Umweltzonen darf nur fahren, wer eine sogenannte Feinstaubplakette in einer der Ampelfarben an der Windschutzscheibe hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Benziner, ein Diesel, Erdgas- oder Elektroauto handelt. Ausnahmen gelten für Motorräder, Behindertenfahrzeuge und Oldtimer.
Wo gibt es Umweltzonen?
Zum 1. Januar 2010 steigt die Zahl der Umweltzonen auf 40. Teils verschärfen die Städte auch die Regeln für Autos, die in die Umweltzonen hineinfahren dürfen. Besonders viele Umweltzonen gibt es in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen.
Welche Autos dürfen in Umweltzonen fahren?
Das hängt davon ab, wie hart die Vorgaben der Städte für ihre Umweltzonen sind und welche Schadstoff-Werte die Autos haben. Grundsätzlich bekommen Autos Feinstaubplaketten mit grüner, gelber oder roter Farbe, je nach ihrem Schadstoff-Ausstoß. Ab Januar dürfen in einige Städte Autos mit roter Plakette nicht mehr einfahren. In Berlin und Hannover gilt das Einfahrtverbot sogar für Autos mit gelber Plakette.
Wo bekommt man Feinstaub-Plaketten?
Den runden Aufkleber kosten meist zwischen fünf bis zehn Euro bei den Zulassungsstellen, den Prüforganisationen TÜV oder Dekra und Autowerkstätten, die die Abgasuntersuchung abnehmen. Zum Ausstellen brauchen die Prüfer nur die Fahrzeugpapiere, nicht das Auto.
Was ist, wenn ich keine Plakette bekomme?
Für diese Autos besteht je nach Umweltzone schlicht ein Einfahrtverbot. Betroffen hiervon sind vor allem ältere Diesel-Autos. Besitzer sollten hier über die Nachrüstung mit einem Rußpartikelfilter nachdenken. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe kostet diese zwischen 400 und 1000 Euro. Der Bund hat die Nachrüstung bislang mit 330 Euro bezuschusst. Die Förderung soll im kommenden Frühjahr neu aufgelegt werden.
Was droht ohne Plakette in einer Umweltzone?
Wer ohne Aufkleber erwischt wird, muss 40 Euro zahlen und erhält einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg.