Flugsicherung: Bislang keine Störung von GPS: Signale haben sich nicht verschlechtert
zuletzt aktualisiert: 20.03.2003 - 12:31Langen (rpo). Die Befürchtungen, dass die Satelliten-Navigationssysteme von einem Irak-Krieg gestört werden könnten, haben sich bislang nicht bestätigt. Die Signale der GPS sind noch nicht schlechter geworden.
Im Zuge des Irak-Kriegs haben die USA bislang nicht die Signale ihres Satellitennavigationssystems GPS (Global Positioning System) verschlechtert. Das hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Donnerstag in Langen mitgeteilt, die das im Luftverkehr wichtige System mit eigenen Geräten technisch überwacht. Die Amerikaner haben prinzipiell die Möglichkeit, die zivilen GPS- Signale künstlich zu verschlechtern, erläuterte die DFS. Dies war vor Ausbruch des Krieges mehrfach öffentlich befürchtet worden.
Eine sachlich orientierte Abwägung der Möglichkeiten spreche gegen eine Abschaltung und damit für eine weiterhin uneingeschränkte Nutzbarkeit des Systems in Zentraleuropa. Die US-Streitkräfte hätten zudem die Möglichkeit, den Empfang von GPS-Signalen gezielt und regional - etwa in der Golfregion - mit Sendern zu stören.
Bei fehlerhaften GPS-Signalen könnten die Piloten der Verkehrsflugzeuge sofort gewarnt werden, teilte die DFS weiter mit. Ihnen sei es jederzeit möglich, auf konventionelle Navigationssysteme umzuschalten, so dass mit einer GPS-Abschaltung keine negativen Auswirkungen auf den Flugverkehr zu erwarten seien.
Die Sperrung des Luftraums über dem Irak habe keine Auswirkungen auf die von der DFS überwachte Zone, sagte Sprecherin Ute Otterbein. Einzige bislang spürbare Auswirkung seien die vermehrten Starts und Landungen der US-Militärmaschinen auf der Rhein-Main-Airbase. Bereits seit Wochen fänden dort täglich zwischen 60 und 80 Flugbewegungen statt. Auf den Verkehr am zivilen Frankfurter Flughafen habe dies aber keine Auswirkungen.
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