TÜV-Report: So sicher sind Busse in Deutschland
zuletzt aktualisiert: 16.09.2010 - 12:19Berlin (RPO). Mit steigendem Alter der Busse nehmen die Probleme zwar teils erheblich zu. Umgekehrt sind nur 0,2 Prozent der Reise- und Linienbusse in der Hauptuntersuchung beim TÜV als "verkehrsunsicher"aufgefallen. Das hat der TÜV in seinem ersten "TÜV Bus-Report" festgestellt.
Wer mit dem Bus zur Arbeit oder zur Schule fährt, ist in der Regel sicher unterwegs. Allerdings zeigten die Ergebnisse von rund 50.000 Hauptuntersuchungen bei Reise- und Linienbussen, dass Busunternehmen gerade bei leicht vermeidbaren Mängeln offenbar bei der Wartung schlampen, sagte Klaus Brüggemann, Geschäftsführer des TÜV-Verbands in Berlin.
Bei 18,6 Prozent der Busse aller Altersklassen die Beleuchtung nicht richtig. "Das ist vermeidbar und auch nicht nachvollziehbar", da sich die Funktion leicht vor jeder Fahrt überprüfen lasse, sagte Brüggemann. Bei alten Fahrzeugen treten zudem gehäuft Probleme mit den Bremsen, dem Motor und dem Antrieb sowie mit Korrosion an tragenden Teilen auf. Liegt die Quote der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln bei einjährigen Fahrzeugen bei gerade 3,8 Prozent, steigt sie bei fünf Jahre alten Bussen schon auf 9,7 Prozent.
Zehn Jahre alte Busse kommen zu 13,9 Prozent mit erheblichen Mängeln zum TÜV, zwanzigjährige Busse gar zu 23 Prozent. Die 0,2 Prozent der als verkehrsunsicher eingestuften Busse werden vom TÜV stillgelegt.
Dennoch ist das Fazit der Prüfer positiv. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge verlässt die alljährliche Hauptuntersuchung ohne Mängel. Den jährlich 5,5 Milliarden Passagieren im deutschen Busverkehr empfiehlt Brüggemann, gerade bei Reisebussen selbst einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten. "Sicherheit kostet Geld", sagte er. Die Entscheidung für den billigsten Anbieter sei nicht immer richtig.
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