Concept-Studie: Spar-Dacia braucht 2,72 Liter
zuletzt aktualisiert: 30.06.2008 - 15:34Düsseldorf (RPO). Sparen um jeden Preis: Ein neuer Dacia ist im Rahmen einer Umwelt-Rallye mit nur 2,72 Liter Diesel auf 100 Kilometern ausgekommen. Die Technologie stammt aus dem Renault-Konzern.
Die seriennahe Fahrzeugstudie Logan eco2 Concept nahm bei der „Challenge Bibendum” in Shanghai teil, dem weltweit wichtigsten Infoforum für zukunftsweisende Antriebstechnologien. Dabei benötigte der von Renault entwickelte nur 2,72 Liter Diesel je 100 Kilometer. Das entspricht CO2-Emissionen von vorbildlichen 71 Gramm pro Kilometer.
Warum bleibt dieser Wagen ein Einzelstück? Immerhin bekräftigt Renault nach der Einführung des Umweltgütesiegels eco2 sein nachhaltiges Umweltengagement mit der Vorstellung weiterer umweltschonender Fahrzeuge und Antriebssysteme.
Mit dem neuen Turbo-Benziner 1.4 16V TCE 130 zeigt Renault jetzt die jüngste Serieninnovation auf dem Gebiet des so genannten Downsizings, das Kraftstoffverbrauch und Emissionen senkt, ohne dass der Kunde auf Fahrvergnügen verzichten muss. Im Hinblick auf den insgesamt niedrigsten Kohlendioxid-Ausstoß zählt Renault hinter Citroen/Peugeot und Fiat zu den führenden europäischen Automobilherstellern.
Erste Tests mit dem Sandero
Unterdessen ist seit einer Woche der neue Dacia Sandero auf dem Markt, der mit gefälligem Design und einem Kampfpreis von 7500 Euro als Basisversion die Konkurrenz zwischen Polo- und Golfklasse schockt.
5000 Vorbestellungen lagen Renault für das neue Billigmodell aus rumänischer Produktion vor. „In der vorigen sind weitere 1000 hinzugekommen“, berichtet Kommunikationsleiter Reinhard Zirpel. Damit sei Renault zum Start absolut zufrieden. Zum Vergleich: 17.000 Dacias haben die Franzosen bislang insgesamt verkauft, darunter allein 15.000 mal den Kastenwagen MCV.
Dacia kommt der aktuelle Sparwille der deutschen Autokäufer entgegen. „Der Sandero passt in die Zeit. Er ist kein Luxusauto, aber für den Preis einfach unschlagbar“, machen Zirpel auch die ersten Fahrberichte Mut. Die “Auto-Bild” hat ihn mit dem VW Golf verglichen und den Schluss gezogen, dass der Sandero auf keinen Fall eine Mogelpackung ist.
Klar: Der Wolfsburger punktet in vielen Bereichen wie Verarbeitung, Innenraum, Federung, Fahrverhalten, Lenkung, Schaltung. Doch mit Rücksicht auf den Preis kommen die Anleihen bei Renault dem Dacia zugute. Bei der Technik etwa oder den Motoren, in denen Clio-Erfahrung eingeflossen ist. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk der beiden Benziner mit 75 und 87 PS laut Zirpel weniger auf dem Verbrauch (7,0 bis 7,2 Liter Super im Durchschnitt), sondern auf der Haltbarkeit.
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