Rolls-Royce Ghost: Sparmobil für Superreiche
zuletzt aktualisiert: 26.02.2010 - 14:50Newport Beach (RPO). Kaum ein Autobauer wagt es, während des Premieren-Feuerwerks so kurz vor dem Genfer Salon eine Neuheit auf den Markt zu bringen. Sie würde ohnehin untergehen. Nobel-Hersteller Rolls-Royce lässt das völlig kalt und liefert in diesen Tagen seinen neuen Ghost aus.
Gemessen an der übermächtigen Luxuslimousine Phantom wirkt der kleine Ableger wie ein Sparmobil. Das beginnt schon beim Basispreis von "nur" 253.470 Euro. Während der Phantom vor allem für den Chauffeurseinsatz gedacht ist, versteht Rolls-Royce den Ghost eher als luxuriöse Limousine für Selbstfahrer.
Deshalb ist der Wagen mit einer Länge von 5,40 Metern und einem Radstand von 3,30 Metern deutlich kleiner als der Phantom. Dennoch hat er neben einer luxuriösen Innenausstattung auch eine Luftfederung und aktive Rollstabilisierung serienmäßig an Bord.
Angetrieben wird der 2,5 Tonnen schwere Ghost von einem neuen V12-Motor mit 420 kW/570 PS, der mit einer Achtgang-Automatik kombiniert ist. Er erreicht ein maximales Drehmoment von 780 Nm und beschleunigt in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Das Höchsttempo ist auf 250 km/h begrenzt. Den Verbrauch gibt Rolls Royce mit 13,6 Litern an (CO2-Ausstoß: 317 g/km).
Alternative Antriebe habe Rolls-Royce durchaus auf dem Plan, so Entwickler Mühlhausen. Eine Start-Stopp-Automatik sowie eine Hybrid- oder Elektrovariante ist deshalb nicht ausgeschlossen. "Aber das wird für uns erst interessant, wenn es den Komfort nicht mehr beeinträchtigt."
Der Ghost wird zunächst nur in einer Modellvariante angeboten, teilte der Hersteller bei der Präsentation in Newport Beach (Kalifornien) mit. "Doch wir denken schon jetzt über den Ausbau der Familie nach", sagte Mark Mühlhausen aus der Entwicklung. Ähnlich wie den Phantom könnte es deshalb auch den Ghost bald als Cabrio und Coupé geben.
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