Mit Navi in den Stau: Stau-Umfahrer verstopfen Ortsdurchfahrten
zuletzt aktualisiert: 01.03.2010 - 11:51Düsseldorf (RPO). Mit der Verbreitung von Navigationssystemen sind die Verkehrsprobleme autobahnnaher Kommunen durch Stau-Flüchtlinge gewachsen. Eine aktuelle Befragung des ADAC hat ergeben: Viele Gemeinden klagen über mehr Staus, mehr Lärm und schlechtere Luft.
Wie die Befragung des ADAC von 1000 autobahnnahen Kommunen ergeben hat, melden zwei Drittel der Gemeinden regelmäßige Staus in den Ortsdurchfahrten sowie mehr Straßenlärm und schlechtere Luft. Knapp die Hälfte gab an, dass die Probleme in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden sind. In diesem Zeitraum ist die Zahl der Navis auf rund 20 Millionen gestiegen ist. Viele Geräte sind mit dem automatischen Stauwarn- und Umleitungssystem TMC (Traffic Message Channel) ausgestattet.
Der Automobilclub bemägelt, dass viele Navigationsgeräte schon auf kurze Staus mit der Empfehlung reagieren, die Autobahn zu verlassen und auf Nebenstrecken auszuweichen. Diese haben jedoch ein wesentlich geringeres Fassungsvermögen und geraten schnell an ihre Leistungsgrenze.
Zudem werden häufig Meldungen vom Gerät falsch verarbeitet. So wird etwa die Sperrung einer Anschlussstelle oder einer Fahrspur nicht selten als Autobahn-Vollsperrung interpretiert.
Auch die Autofahrer können zur Problemvermeidung in den betroffenen Orten beitragen. So lohnt es sich nach Angaben des ADAC meist nur dann von der Autobahn abzufahren, wenn eine Vollsperrung oder ein größerer Unfall vorliegen und wenn es parallel zur betroffenen Strecke eine Alternativ-Autobahn oder eine gut ausgebaute Bundesstraße gibt. Bei witterungsbedingten Störungen oder reinen Gefahrenmeldungen stellen Alternativrouten der Navis meist keine bessere Alternative zu Autobahn dar.
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