Französisches Pilotprojekt: Tempo-30-Zone in fast ganz Straßburg
zuletzt aktualisiert: 09.02.2011 - 10:23Straßburg/Paris (RPO). Als erste französische Großstadt soll Straßburg weitgehend zur Tempo-30-Zone erklärt werden. Fast im ganzen Stadtgebiet solle künftig für Autofahrer ein Limit von 30 Stundenkilometern gelten, kündigte Oberbürgermeister Roland Ries in Paris an.
Lediglich auf einigen großen Verkehrsachsen und in einigen Vierteln am Rande der Innenstadt sollen weiterhin 50 km/h erlaubt sein. Über das Pilotprojekt will die Stadt im Mai die rund 140.000 Straßburger befragen, die in den Wahllisten eingetragen sind.
"Eine Bürgerbefragung in diesem Umfang ist auch eine Premiere in Frankreich", sagte Ries. Sollte eine Mehrheit der Straßburger dem Plan zustimmen, womit die Stadtväter rechnen, wird das neue Tempolimit dem Oberbürgermeister zufolge noch im laufenden Jahr eingeführt.
Die Initiatoren begründen ihren Vorstoß mit dem Wunsch, die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Sie verweisen auf Studien, wonach Fußgänger, die von einem Auto mit 30 Stundenkilometern erfasst werden, in weniger als zehn Prozent der Fälle zu Tode kommen.
Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verläuft dagegen ein Zusammenprall demnach für vier von fünf Fußgängern tödlich. Der Großraum Straßburg mit seinen rund 400.000 Einwohnern kann bereits auf das dichteste Netz von Straßenbahnen und Radwegen in Frankreich verweisen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







