So beugen Sie vor: Tipps gegen den Navi-Klau
zuletzt aktualisiert: 28.08.2008 - 13:49Berlin (RPO). Langfinger haben ein neues Lieblingsobjekt entdeckt: Das Navi. Mittlerweile interessiert sich auch die organisierte Kriminalität für die kleinen Pfadfinder und bricht massenweise Autos auf. In unserem Video sehen Sie Tipps, wie Sie dem Navi-Klau vorbeugen können.
Nachdem Autoradios auf dem Schwarzmarkt nicht mehr so gefragt sind, haben Diebe auf die begehrten Navigationsgeräte umgesattelt. Täglich 150 Geräte wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) im vergangenen Jahr aus Kraftfahrzeugen bundesweit gestohlen. Insgesamt verschwanden mehr als 54.200 dieser Orientierungshilfen, fünf Mal mehr als 2004.
Nicht im Wagen lassen
Die Empfehlung: Niemals ein Navis im Handschuhfach liegen lassen, nicht einmal die Halterung an der Windschutzscheibe, weil die Täter sonst Lunte riechen könnten und trotzdem das Seitenfenster einschlagen. Im Gegenteil empfiehlt sich eine gut sichtbare Karte mit der Aufschrift "Nix zu holen" hinter der Windschutzscheibe. Bedenken Sie: Für den Diebstahl eines Navis kommt keine Versicherung auf.
Navigationsgeräte seien "der Renner" in der organisierten Kriminalität (OK), sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke in Berlin bei der Vorstellung des OK-Lagebildes 2007. Die Banden agierten dabei vor allem in Ballungszentren wie Berlin, dem Rhein-Main- und Ruhrgebiet.
Neben Navis sind der Arzneimittelmarkt sowie der Datenklau am Geldautomaten Zentren der organisierten Kriminalität. Laut BKA-Lagebild nimmt die Zahl der Verfahren zur organisierten Kriminalität insgesamt seit zehn Jahren ab. 2007 mussten sich die mehr als 2500 Ermittler mit 602 dieser sehr umfangreichen Fälle beschäftigen, rund 20 weniger als im Vorjahr.
Da die Täter aber immer raffinierter vorgehen, wird die durchschnittliche Bearbeitungszeit für ein Verfahren immer länger: "Mit 18,5 Monaten haben wir im vergangenen Jahr eine Höchstmarke erreicht", sagte der BKA-Chef.
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