Verhindert verklemmen: Toyota-Gaspedal bekommt zusätzliches Bauteil
zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 07:49Köln (RP/RPO). Toyota hat eine Lösung für das Problem an Gaspedalen gefunden, das einen Rückruf von 4,2 Millionen Autos ausgelöst hat. Durch das Einsetzen eines Bauteils am Pedal soll dies nicht mehr verklemmen, wie ein Sprecher sagte. Der Einbau soll eine halbe Stunde dauern.
Die ersten Teile sind auf dem Weg in die Werkstätten. Die Halter werden entweder von Toyota oder vom Kraftfahrzeugbundesamt angeschrieben. Dieses hat nun mit einer Sicherheitsüberprüfung von Toyota-Fahrzeugen begonnen. Dem ADAC liegen unterdessen noch keine Schadensfälle seiner Mitglieder vor. Sollte das Gaspedal während der Fahrt stecken bleiben, rät der Automobilclub dazu, das Auto bis zum Stillstand abzubremsen und den Motor abzustellen.
Durch das Bauteil am Gaspedal sollten die Reibung im Inneren des Pedals reduziert und gleichzeitig die Druckkraft der Feder verstärkt werden, die das Gaspedal in seine Ausgangsposition zurückbewegt, sagte der Toyota-Sprecher. "Dadurch kann es nicht mehr dazu kommen, dass sich das Gaspedal verhakt oder langsamer in die Ausgangsposition zurückkehrt." Eine gewisse Reibung sei normal und notwendig, um einen dosierten Einsatz des Gaspedals zu ermöglichen. Durch "äußere Einflüsse" könne diese Reibung bei den zurückgerufenen Modellen aber unter Umständen zu groß werden.
Die Reparatur wird dem Sprecher zufolge voraussichtlich an allen Fahrzeugen vorgenommen, die von den deutschen Kunden im Zuge der Rückrufaktion zum Händler gebracht würden. Derzeit werden demnach die Händler über Details der Reparatur informiert. Die Reparaturen sollen "zeitnah" erfolgen, einen genauen Zeitplan konnte der Sprecher zunächst aber nicht nennen. Unklar war nach wie vor ebenfalls, wieviele Autos in Deutschland von der Rückrufaktion betroffen sind. In Europa sind es bis zu 1,8 Millionen.
Betroffen sind acht Modelle des japanischen Autobauers, bei denen die Gefahr besteht, dass das Pedal nicht mehr oder nur langsam in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Zuvor waren in den USA bereits 2,3 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen worden. In Kanada sind 270. 000 Fahrzeuge betroffen, in China 75.000.
Von der Rückrufaktion des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroen sind auch viele Autos in Deutschland betroffen. Der "vorsorgliche Rückruf" betreffe Fahrzeuge der Modellreihen Peugeot 107 und Citroen C1, teilte das Unternehmen mit. Die meisten seien "in großen Ländern" wie Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien verkauft worden. In Frankreich werden einem PSA-Sprecher zufolge 15.400 Kleinwagen zurückgerufen. Das Unternehmen kündigte an, seine Kunden "demnächst" per Post zu informieren.
PSA Peugeot Citroen hatte am Samstag angekündigt, dass es Fahrzeuge zurückrufen werde; die Modelle wurden demnach in tschechischen Werk Kolin montiert, das der Hersteller gemeinsam mit Toyota betreibt. Die Aktion betrifft demnach Fahrzeuge, die zwischen Februar 2005 und August 2009 in Kolin gefertigt worden sind.
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