Weitere Rückrufe in den USA: Toyota prüft Modellstopp für Deutschland
zuletzt aktualisiert: 28.01.2010 - 07:18Köln (RPO). In den USA hat Toyota nach Problemen mit dem Gaspedal den Verkauf von acht Modellen gestoppt. "Mit Hochdruck" prüfe der weltgrößte Autobauer nun, ob die Maßnahme auf Deutschland und Europa ausgeweitet werden muss, erklärte eine Sprecherin von Toyota Deutschland am Mittwoch in Köln.
Unterdessen weitet sich die Pannenserie von Toyota in den USA immer mehr aus. Der japanische Autobauer kündigte am Donnerstag an, weitere knapp 1,1 Millionen Fahrzeugs wegen möglicher Probleme mit den Fußmatten in die Werkstätten zurückzurufen. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Gaspedale in den Matten verklemmten, erklärte ein Toyota-Sprecher in Tokio. Betroffen seien fünf Modelle aus Baujahren zwischen 2008 und 2010. Der größte Autokonzern der Welt hat wegen Problemen mit den Gaspedalen bereits 4,26 Millionen Wagen in den USA zurückgerufen.
Für die technischen Probleme sucht Toyota in Deutschland und Europa fieberhaft nach Lösungen. Bislang sei noch unklar, ob es zu einem vorübergehenden Verkaufsstopp der betroffenen Fahrzeuge wie in den Vereinigten Staaten komme, teilte die Sprecherin von Toyota mit. Mit der Prüfung sei die Europazentrale in Brüssel beauftragt. Noch sei nicht klar, bei welchen Modellen Probleme mit dem Gaspedal vorlägen. Auch könne noch nicht gesagt werden, welche und wie viele Autos betroffen seien.
Toyota hatte am Dienstag die US-Händler dazu aufgerufen, den Verkauf von acht neuen Modellen vorübergehend zu stoppen. Betroffen sind in den Vereinigten Staaten demnach die Modelle RAV44, Corolla und Matrix der Baujahre 2009 und 2010, Avalon (Baujahre 2005 bis 2010), Teile der Camry-Produktion (2007 bis 2010) sowie die Geländewagen Highlander und Tundra (2010) und Sequoia (2008 bis 2010). Bei Autos der Luxusmarke Lexus gibt es laut Toyota keine Probleme.
Vergangene Woche hatte Toyota in den USA 2,3 Millionen Autos zurückgerufen. Bei den Fahrzeugen waren in mehreren Fällen Gaspedale nicht oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückgekehrt.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Toyota in den USA mehr als 4,2 Millionen Autos zurückgerufen, da die Gefahr bestand, dass sich Fußmatten mit dem Gaspedal verhaken. Seinerzeit hatten sich etliche Unfälle ereignet, die sogar tödlichen Ausgang besaßen. Ursache waren Probleme mit der Befestigung fremder Fußmatten in Toyotas.
Toyota verkaufte im Krisenjahr 2009 7,81 Millionen Fahrzeuge - 13 Prozent weniger als im Vorjahr.
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