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panorama Toyota prius AP
  Foto: AP, AP
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Highway-Drama: Werkstatt schickte Toyota wieder weg

zuletzt aktualisiert: 11.03.2010 - 08:45

Los Angeles (RPO). Nach dem erneuten Zwischenfall mit einem außer Kontrolle geratenen Toyota gerät der japanische Autobauer schon wieder in Bedrängnis. Der Fahrer erklärte nach dem Drama auf der US-Autobahn, er habe seinen Wagen vorher extra zum Nachrüsten in eine Toyota-Werkstatt gebracht.

Dort sei ihm aber gesagt worden, sein Prius sei sicher, eine Reparatur sei nicht nötig, berichetete Toyota-Fahrer James Sikes. Toyota hatte für den Zwischenfall zunächst keine Erklärung. Der Konzern kündigte an, ein Ermittlungsteam nach San Diego zu schicken.

Nur mithilfe einer Polizeistreife konnte der 61-jährige Fahrer nahe San Diego in Kalifornien seinen Wagen zum Stillstand bringen, nachdem dieser zuvor auf mehr als 145 Stundenkilometer beschleunigt hatte. James Sikes berichtete nach der Rettung durch die Polizei von dramatischen Minuten auf dem viel befahreren Highway 8. "Ich habe mich mit ganzer Wucht auf die Bremse gestellt, der Wagen bremste aber nicht, er reagierte nicht", sagte er dem Sender NBC.

Er habe die Polizei informiert, die sofort eine Streife schickte. Die Polizisten holten den Toyota ein und wiesen den Fahrer per Lautsprecher an, durch wiederholte Betätigung der Handbremse und dann Abschalten des Motors abzubremsen. Als der Toyota langsamer wurde, setzte sich der Polizeiwagen vor ihn und brachte das Auto mit der hinteren Stoßstange endgültig zum Stehen.

Werkstatt: Prius ist sicher

Sikes sagte in Fernsehinterviews, er habe seinen Wagen zum Nachrüsten in eine Toyota-Werkstatt gebracht. Dort sei ihm aber gesagt worden, sein Prius sei sicher, eine Reparatur sei nicht nötig. Toyota hatte für den Zwischenfall zunächst keine Erklärung. Der Konzern kündigte an, ein Ermittlungsteam nach San Diego zu schicken.

Der neue Vorfall dürfte die Zweifel verstärken, ob die technischen Probleme von Toyota-Fahrzeugen wirklich durch die mechanische Nachrüstung des Bremspedals gelöst werden können. Kritiker argumentieren, das Problem der ungewollten Beschleunigung könne durch einen Fehler in der Fahrzeugelektronik verursacht werden, dessen Behebung viel aufwändiger wäre.

Wenige Stunden vor dem neuen Vorfall hatte Konzernsprecher Mike Michaels diese Vorwürfe zurückgewiesen: "Wir gehen weiter davon aus, dass die Nachrüstung, wenn sie ordnungsgemäß ausgeführt wird, die gewünschte Wirkung erzielt." Die US-Behörde für Verkehrssicherheit hatte indes in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass bei ihr mehr als 60 Beschwerden über ungewollte Beschleunigungen von bereits nachgerüsteten Toyotas eingegangen seien.

Toyota hatte in den vergangenen Monaten wegen Schwierigkeiten mit Gaspedalen, Bremsen und Fußmatten weltweit mehr als acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen, darunter sechs Millionen in den USA. Das Problem mit dem klemmenden Gaspedal wollte der Hersteller mit dem Einsetzen eines zusätzlichen Bauteils beheben. In den USA werden mittlerweile 52 Todesfälle mit den technischen Problemen bei Toyota-Fahrzeugen in Verbindung gebracht. 

Quelle: AFP/kpl

 
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