Verschiedene Unfallsituationen: Wie funktioniert ein Crashtest?
zuletzt aktualisiert: 22.10.2007 - 08:33Düsseldorf (RPO). In der Automobilindustrie ist er gang und gäbe: der Crashtest, ein Verfahren zur Sicherheitsbewertung von Neuwagen. Er stellt Erkenntnisse über das Verhalten eines Fahrzeuges bei unterschiedlichen Aufprallsituationen und Auswirkungen auf den menschlichen Körper fest. Aber wie funktioniert er eigentlich?
Das verbreiteste Crashtestprogramm in Europa seit 1997 heißt Euro NCAP (New Car Assesment Programme). Es besteht aus vier Testsituationen:
Dem Frontal-, Seiten- und dem Pfahlcrash sowie dem Crash mit einem Fußgänger.
Unter den vieren ist der Frontalcrash die häufigste Unfallart. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um den frontalen Aufprall eines Fahrzeuges mit einem Hindernis wie etwa einem anderen Fahrzeug oder einem Baum.
Bei dieser Art von Test wird das Auto mit Hilfe eines Stahlseiles von einem Elektromotor auf eine Geschwindigkeit von 64 km/h beschleunigt. Leicht seitlich versetzt prallt das Fahrzeug auf eine deformierbare Barriere oder einen anderen Gegenstand.
Crashtest-Dummys
Zur Simulation von Fahrzeuginsassen werden sogenannte Crashtest-Dummys eingesetzt. Über Sensoren wird die Aufprallenergie und die Belastung an den lebensgroßen Puppen gemessen, umso die Auswirkungen auf den menschlichen Körper vorhersagen zu können. Da Kopf und Knien mit flüssiger Farbe versehen werden, markiert die Farbe die Aufschlagstellen während des Unfalls.
Bei der Versuchskonstruktion Crash mit einem Fußgänger werden mehrere Einzeltests mit einem Dummy durchgeführt. Die Geschwindigkeit des anfahrenden Autos beträgt 40 km/h. Je nach Versuchsaufbau können so die verschiedensten Crashsituationen durchgespielt werden.
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