ADAC-Test: Wie gut Auto-Werkstätten wirklich sind
zuletzt aktualisiert: 25.08.2008 - 10:15Düsseldorf (RPO). Beim großen ADAC-Werkstättentest schnitt Mercedes am besten ab. Auch BMW und VW waren unter den 75 Vertragswerkstätten oben dabei. Wo viel Licht war, war aber auch viel Schatten.
Wenn es um Service und Beratung sowie um das Beheben technischer Mängel geht, sind die Werkstätten von Mercedes Spitze. Die Reparaturbetriebe des Stuttgarter Herstellers wurden mit „sehr gut“ bewertet und konnten somit ihren Testsieg von vor zwei Jahren wiederholen.
Die Vertragswerkstätten der 15 wichtigsten Automarken in Deutschland standen auf dem Prüfstand. Die Unterschiede unter den 75 überprüften Betrieben sind gewaltig: 47 Betriebe (63 Prozent) wurden mit „sehr gut“ oder „gut“ benotet. 15 weitere Werkstätten arbeiteten „befriedigend“. Der Rest, immerhin 13 Werkstätten, erreichten nur ein „ausreichend“ oder mussten gar mit „mangelhaft“ abgewertet werden.
Nach Mercedes waren BMW und VW ganz oben dabei. Etwas enttäuschend das Ergebnis von Audi. Auf den letzten Plätzen fanden sich Fiat und Renault wieder.
Die Hauptkritikpunkte bei den Werkstätten beziehen sich darauf, dass die präparierten Mängel entweder nicht gefunden oder zwar entdeckt, aber nicht behoben wurden. Die beste Werkstatt mit 100 von 100 möglichen Punkten war die Mercedes-Benz-Niederlassung in der Arnulfstraße in München. Schlusslicht wurde ein Nissan-Händler mit 45 Punkten.
Für das Beheben aller technischen Mängel konnte eine Werkstatt 60 Punkte erreichen. Die Servicequalität ging mit 40 Punkten in die Wertung ein. Zu ihr zählen Punkte wie telefonische Terminvereinbarung, Fahrzeugabgabe, Auftragsannahme, Auftragserweiterung, Fahrzeugabholung oder Rechnungsstellung.
Rechnungen, die nicht transparent sind, sind ein weiterer Kritikpunkt des ADAC. Oftmals sind Rechungsposten einfach nicht zu verstehen. Der Club rät daher, sich bei unverständlichen Rechungen, die Posten einzeln erklären zu lassen. Der ADAC fordert, die Auftragsannahme grundsätzlich am Fahrzeug, zusammen mit dem Kunden, durchzuführen. Nur so komme es zu klaren Aufträgen. Werkstätten sollten ihre Stundensätze extra auf die Rechnung schreiben. So könne der Kunde vergleichen.
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