Sandreste und Keime vom Sommerurlaub: Wie der Pkw-Innenraum nach den Ferien wieder auf Vordermann gebracht wird, erfahren Sie hier.
Quelle: ADAC, Automobilclub von Deutschland (AvD)
Grundregeln und Putzutensilien:
Scharfe Haushaltsreiniger sind im Auto ungeeignet, da sie Oberflächen beschädigen können. In der Regel reicht für das Säubern glatter Flächen warmes Wasser, milder Allzweckreiniger und ein weiches Tuch oder ein Schwamm. Für Fußraum und Polster sollte ein starker Staubsauger zur Hand sein. Weitere Utensilien wie Pinsel, Bürsten und Haushaltstücher zum Nachwischen sind hilfreich. Abzuraten ist vor alkoholhaltigen Mitteln oder Haushaltsbenzin, insbesondere für Kunststoffe und gummierte Teile. Spiritus hingegen löst die Schuhcreme an der Türverkleidung.
Von oben nach unten
Zweckmäßig ist das Reinigen nach dem Grundsatz von oben nach unten. Nach dem großen Putz ist gutes Durchlüften gegen Gerüche und Feuchtigkeit angesagt.
Entrümpeln
Am Anfang jeder Putzaktion steht das Entrümpeln. Das Gepäck ist wieder in Haus oder Wohnung verschwunden, nicht aber vielleicht die leere Wasserkiste, die beim Putzen nur im Wege steht. Je mehr überflüssige Gegenstände übrigens herumgefahren werden, desto höher fällt der Benzinverbrauch aus.
Scheiben und Spiegel
Heck- und Frontscheibe droht zwar meist von außen Ungemach, doch von innen verdrecken sie auch - und zwar schleichend. Ausdampfungen der Materialien und Zigarettenqualm lassen Scheiben und Spiegel verdrecken. Ein "leicht milchiger Belag" verschlechtert die Sicht insbesondere bei Nachtfahrten mit Gegenverkehr. Zur Reinigung eignen sich herkömmliche Glasreiniger; für die abschließende Politur reicht ein Fensterleder. Vor allem rauchende Fahrer sollten das Prozedere alle paar Wochen wiederholen. Für den Rückspiegel gelten die gleichen Regeln.
Cockpit
Cockpitsprays lassen sich zwar verkaufen, doch für die Hygiene sind sie nicht unbedingt notwendig. Denn auch mit Wasser, Spüli und Lappen können die Oberflächen sauber gehalten werden. Wer den Oberflächen dennoch mehr Glanz verleihen möchte, sollte das Lenkrad bei der Verwendung der Cockpitsprays aussparen. Für die Reinigung der Instrumentenabdeckungen empfiehlt sich, Scheibenreiniger mit einem Mikrofasertuch zu verteilen und direkt mit einem trockenen Lappen nachzuwischen. Gleichsam "betucht" verschwinden auch die Fingerabdrücke auf den Touchscreens.
Koffer- und Fußraum
Hier kommt vor allem ein starker Staubsauger zum Einsatz, so dass Krümel und Körnchen auch aus der letzten Ritze verschwinden. Da die Saugaufsätze an den Waschstraßen oft zu groß für Winkel und Ecken sind, kommen Pinsel und Bürsten zur Vorreinigung zum Einsatz - das gilt übrigens auch für alle Luftschlitze. In der Mulde für das Ersatzrad sammelt sich besonders viel Schmutz. Fußmatten werden ausgeklopft, hartnäckigem Schmutz begegnet man mit einer harten Bürste sowie warmer Seifenlauge. Die trockenen Matten wieder sorgfältig in den Halterungen verankern, da sie bei späterer Fahrt ansonsten in den Pedalen verhaken könnten.
Sitze und Textilien
Cola-, Ketchup- und ähnliche Flecken werden mit mildem Reiniger vorbehandelt und anschließend mit einem feuchten Schwamm aufgenommen. Alternativ eignen sich Nassstaubsauger, wie sie viele Baumärkte verleihen. Wer eine Lederausstattung besitzt, hat unter Sauberkeitsaspekten beste Karten. Denn die glatten Oberflächen lassen sich gut abwischen. Allerdings sind spezielle Lederreiniger und Pflegemittel notwendig, die bei der ersten Verwendung an einer unauffälligen Stelle ausprobiert werden sollten.