Autofahrer halten ihr Geld zusammen. Steigende Spritpreise und die CO2-Debatte tragen in hohem Maß zur Verunsicherung der Fahrzeughalter bei. Das bekommt die Autoindustrie kräftig zu spüren. Der Absatz von Neuwagen brach 2007 auf ganzer Breite ein. Der DAT-Report 2008 spiegelt das Ergebnis einer Befragung von 4000 Fahrzeughaltern und zeigt auf, woran neben der Anschaffung noch gespart wird.
Sprit sparen
Die Jahresfahrleistung sank in den letzten Jahren bis 2007 laut DAT-Report schrittweise auf 15.120 Kilometer im Schnitt. Klar: Das spart den teuren Sprit.
Lieber einen Gebrauchten
Nur 42 Prozent (2006: 46 Prozent) der Fahrzeughalter mit Kaufabsicht wollen sich als nächstes Fahrzeug einen Neuwagen kaufen. 56 Prozent (2006: 51 Prozent) beabsichtigen dagegen den Kauf eines Gebrauchten. 2 Prozent haben sich noch nicht festgelegt.
Beim Gebrauchten bleiben
Von den Autofahrern, die ihr jetziges Fahrzeug gebraucht gekauft hatten, beabsichtigen nur noch 12 Prozent (2006: 15 Prozent) auf ein Neufahrzeug umzusteigen.
Lieber einen Kleineren
Als nächstes Fahrzeug wollen sich 19 Prozent (Vorjahr 16 Prozent) gegenüber dem aktuellen Fahrzeug ein kleineres und nur 11 Prozent (Vorjahr 13 Prozent) ein größeres Modell kaufen.
Autos werden immer älter
Autos werden immer älter. Die ersetzten Gebrauchtwagen waren 2007 im Schnitt 11,2 Jahre alt. Bei den angeschafften Wagen stellt sich die Entwicklung der vergangenen drei Jahre wie folgt dar:
Alte Bundesländer:
2005: 5,8 Jahre, Laufleistung: 73.500 km
2006: 6,1 Jahre, Laufleistung: 78.630 km
2007: 6,3 Jahre, Laufleistung: 78.940 km
Neue Bundesländer:
2005: 5,7 Jahre, Laufleistung: 66.880 km
2006: 5,3 Jahre, Laufleistung: 68.490 km
2007: 6,4 Jahre, Laufleistung: 71.380 km
Kauf wird hinausgeschoben
Der Kauf wird auf die lange Bank geschoben. Binnen der nächsten 12 Monate wollen nur 11 Prozent, in den nächsten 24 Monaten 15 Prozent, in den nächsten 36 Monaten 18 Prozent ein anderen Wagen kaufen. 49 Prozent sagen, es wird auf jeden Fall später. 7 Prozent planen überhaupt keinen Kauf mehr.
Reparaturen werden hinausgezögert
21 Prozent der 4000 Befragten gaben an, sie würden den Gang in die Werkstatt so lange aufschieben, bis es wirklich nicht mehr anders geht. So sanken die durchschnittlichen Ausgaben für die Wartung von 247 Euro im Jahr 2006 auf 241 in 2007.
Umkehr der Wanderungsbewegung
Erstmals seit 2003 stiegen 2007 wieder mehr Neuwagenkäufer auf einen Gebrauchten um statt umgekehrt. 34 Prozent davon zahlten für ihren Gebrauchten weniger als 5000 Euro.
Mehr Gebrauchte über Kredite finanziert
Nicht jeder der rund 9,4 Millionen Pkw-Käufer des Jahres 2007 war in der Lage, das von ihm gekaufte Fahrzeug aus Eigenmitteln zu finanzieren. Während die Kreditaufnahmen für Neuwagen leicht zurückgingen (31 Prozent), stiegen sie für Gebrauchtwagen an (22,1 Prozent). Nahezu 28 Prozent der
Neuwagen- und gut 3 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer entschlossen sich, ihr Fahrzeug zu leasen (2006: 26 Prozent und 3 Prozent).
Preis und Verbrauch entscheidend
Beim Gebrauchtwagen spielten der Preis und der Kraftstoffverbrauch die dominierende Rolle. Die erstmals gestellte Frage, wie wichtig die Umweltverträglichkeit des Fahrzeugs ist, landete nur auf Platz sieben. Das zeigt, wie untergeordnet dieses Thema für die Gebrauchtwagenkäufer trotz intensiver Diskussion nach wie vor ist. Nur beim Neuwagenkauf achten die meisten Interessenten auf die Zuverlässigkeit.