Wieviel die Deutschen fahren: Zwölfmal von Flensburg bis Berchtesgaden
zuletzt aktualisiert: 01.12.2005 - 08:53Berlin (rpo). Im Jahr 2003 legte jeder Deutsche nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin durchschnittlich 13.500 Kilometer mit dem Auto zurück - durchquerte rechnerisch also zwölf Mal Deutschland von Flensburg bis Berchtesgaden.
Der Pkw ist trotz der hohen Kraftstoffpreise der DIW-Studie zufolge das meistgenutzte Verkehrsmittel in Deutschland. Die Zahl der Personenwagen nehme zudem stetig zu, wie Institut in seiner Untersuchung berichtet.
Nur noch jeder fünfte Haushalt sei nicht motorisiert. Mit einem Anteil von 58 Prozent an den Wegen und 77 Prozent an der Leistung komme dem Pkw als Verkehrsträger die größte Bedeutung zu. Öffentliche Verkehrsmittel waren zu gut 10 Prozent am Verkehrsaufkommen beteiligt. Auf das Fahrrad entfielen knapp 9 Prozent der Wege.
1976, als in Westdeutschland die erste umfassende Verkehrserhebung durchgeführt wurde, legte jeder Deutsche jährlich im Durchschnitt nur 9.850 Kilometer zurück. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsbeteiligung habe von 70 auf 80 Minuten zugenommen. Die durchschnittliche Wegelänge sei gleichzeitig von 8,7 auf 11,0 Kilometer gestiegen.
Hinsichtlich der Personengruppen hätten Auszubildende mit 20.000 Kilometer im Jahr eine hohe Verkehrsleistung pro Person, da sie neben der Fahrt zum Ausbildungsort oft auch weite Fahrten im Wirtschaftsverkehr zurücklegen müssten. Unter den Erwerbstätigen sei die Mobilität bei Selbstständigen und Beamten mit 23.000 Kilometern am höchsten, bei Arbeitern mit 15.800 Kilometern am niedrigsten. Im Durchschnitt sei der Weg zu Arbeit 14 Kilometer lang.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







