Die schönsten Pariser Premieren: Die Göttin verzauberte die Autowelt
zuletzt aktualisiert: 07.10.2010 - 08:05Düsseldorf (RPO). Seit über 120 Jahren feiert der Pariser Salon Premieren von Autos, die in die Geschichte eingehen. Nach dem Krieg hob sich der Vorhang für legendäre Citroen-Schlager wie die Ente (2 CV) oder die Göttin (DS). Auch der Peugeot 504 oder der BMW M1 erblickten in Paris das Licht der Öffentlichkeit.
Über 2000 Weltpremieren wurden in über 120 Jahren der Mondial de l’Automobile in Paris enthüllt. Wir können hier nur einen kleinen Ausschnitt der automobilen Meilensteine zeigen. Erste Exponate waren die der Automobilerfinder Carl Benz und Gottlieb Daimler.
Anlässlich der legendären Weltausstellung Universal Expo mit dem damals neu erbauten Eiffelturm als Wahrzeichen wurde 1889 die erste automobile Kooperation vereinbart, die den Peugeot Typ2 mit Daimler-Motor hervorbrachte. Erst drei Jahre zuvor war die Patentierung des ersten Fahrzeugs mit einem Verbrennungsmotor überhaupt erfolgt.
Das nächste Schlaglicht folgte 1912 mit dem Ford T-Modell. Durch das erste Fließband-Auto, das Henry Ford in den USA entwickelte, wurde das Automobil erstmals erschwinglich. Europäische Kleinwagen waren mindestens 75 Prozent teurer als die „Tin-Lizzy“.
Die Nachkriegs-Ära startete mit einem Paukenschlag. Die satirische Wochenzeitung „Le Canard enchainé“ kommentierte die Premiere des Citroen 2 CV am 7. Oktober 1948 wie folgt: „Konservendose - Modell freies Camping für vier Sardinen.“ Doch der Gegenentwurf zum VW Käfer, in Deutschland liebevoll „Ente“ genannt, machte seinen Weg.
Eine Million Besucher
Die Schallmauer von einer Million Besucher brach der Salon 1954. Die Vorstellung des für die 50er Jahre futuristischen Citroen DS 19 und des Peugeot 403 im frühen Pininfarina-Design führte ein Jahr später zu einem regelrechten Massenansturm, dem die Messehallen nicht mehr gewachsen waren. Übrigens versank Paris während des Automobilsalons von nun an regelmäßig im Verkehrschaos.
Aus den 60er Jahren sind der Renault Alpine A110 (1962), der Simca 1100 oder der Jaguar XJ6 (1968) in Erinnerung geblieben. Die Supersportwagen Porsche 911 Turbo und BMW M1 drückten der Schau den Jahren 1974 und 1978 ihre Stempel auf. 1974 feierte zugleich der markante Peugeot 504 sein Debüt.
Aus den 70er/80er Jahren darf Lotus als Markstein angesehen werden, immerhin spielte der Esprit in Bond-Filmen oder Pretty Women eine Hauptrolle. Die 90er schließlich haben den Renault Twingo und das Comeback des Skoda Ocatvia hervorgebracht.
Die Premieren-Glanzlichter aus 120 Jahren Pariser Salon sehen Sie hier.
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