Geballte PS-Macht: Die schärfsten Boliden von Paris
zuletzt aktualisiert: 04.10.2010 - 08:25Düsseldorf (RPO). Währen die Fachwelt über die Praxistauglichkeit von Elektroautos diskutiert, schafft die PS-Branche in Paris Fakten. Auf dem Autosalon, der noch bis 17. Oktober andauert, kommt es von Ferrari über Maserati bis Lamborghini wie selbstverständlich zum Schaulaufen der schärfsten Schlitten. Wir stellen die spektakulärsten Renner vor.
Der neue Super-Roadster SA Aperta, den Ferrari für Paris im Gepäck hat, basiert auf dem 599 GTO und ist auf 80 Einheiten limitiert. Der V12 mit 593 kW/670 PS beschleunigt den Aperta auf über 335 km/h. Im Gegensatz zum viersitzigen Ferrari California hat das neue Modell kein schweres Metalldach, sondern nur eine leichte Stoffkapuze gegen kurze Regenschauer. Mit einer niedrigen Windschutzscheibe, den beiden Heckhutzen und der der flachen Karosserie kauert der Aperta dicht über dem Asphalt und erledigt den Sprint auf Tempo 100 in weniger als 3,5 Sekunden.
Die italienische Schwestermarke Maserati möbelt im ersten Quartal des kommenden Jahres derweil den GranTurismo auf. Die um 7 kW/10 PS auf 330 kW/450 PS erstarkte Version namens MC Stradale wird dank verbesserter Aerodynamik nun 301 km/h statt 295 km/h schnell.
Die neue Lamborghini-Studie Sesto Elemento ist ein neuer Mittelmotorsportwagen auf Kohlefaser-Basis. Mit 999 Kilogramm hat er eine ziemliche Roßkur durchgemacht. Der zuvor leichteste Lambo brachte 1300 Kilo auf die Waage. Die Fahrleistungen sind des Sesto Elemento, dem durchaus Serienchancen nachgesagt werden, sind dennoch eindrucksvoll: Der Sprint auf Tempo 100 ist mit 420 kW/570 PS in phänomenalen in 2,5 Sekunden erledigt. Die Spitze liegt über 300 km/h.
Nach 16 Jahren Pause gibt es von Porsche wieder einen 911 Speedster. Charakteristisch ist die gebogene, kleine Frontscheibe und die Doppelhutze hinter Fahrer und Beifahrer. Der Direkteinspritzer leistet wie der neue Carrera GTS 300 kW/408 PS.
Um einen politisch korrekten Anstrich bemüht sich die zum malaysischen Proton-Konzern gehörende Manufaktur Lotus. Sie zeigt zeigt in Paris ihren 456 kW/620 PS starken 2+2-Sitzer Elite, der auf Wunsch mit einem Hybrid-System zu bekommen ist. Er wird 315 km/h schnell, braucht dafür aber laut Hersteller nur 9 l/100 km (215 g CO2/km).
Für den Vortrieb des neuen Bentley Continental GT sorgt weiterhin der 6,0-Liter-W12 mit zwei Turboladern und nunmehr 423 kW/575 PS sowie 700 Nm Drehmoment. Der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 4,6 Sekunden erledigt, die Spitze liegt bei 318 km/h und damit beispielsweise oberhalb des Mercedes-Benz SLS AMG.
Der Pariser Autosalon dauert noch bis zum 17. Oktober. Die Messe-Neuheiten sehen Sie hier.
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