Der 508 kommt 2011: Peugeot enthüllt neuen Passat-Rivalen
zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 11:49Paris (RPO). Mit der Mittelklasse-Studie "5 by" sorgte Peugeot auf dem Genfer Salon für Aufsehen. Kühlergrill, Motorhaube und LED-Scheinwerfer wiesen auf das neue Design der Marke hin. Nun zeigen die Franzosen die ersten Bilder des Serienmodells, der zum Rivalen des VW Passat werden soll.
Weltpremiere feiert der Peugeot 508 beim Pariser Salon (2. bis 17. Oktober), wo auch der VW Passat erwartet wird. Kein Zufall. Fest steht, dass der 508 das neue Gesicht der Löwenmarke im Segment der Reiselimousinen wird. Er ersetzt den bisherigen 407 ebenso wie das in die Jahre gekommene Spitzenmodell 607.
Wenn der 508 Anfang nächsten Jahres in den Verkauf geht, dann ist das für Peugeot mehr als nur ein neues Fahrzeug. Die als Limousine (4,79 Meter) und Kombi (4,81 Meter) erhältliche Mittelklasse überzeugt auf ersten Bildern mit einem zurückhaltenden, harmonischen Gesamtdesign.
Die Zeiten übertrieben großer Kühlereinlässe sind genauso vorbei wie klobige Gesamtanmutungen wie etwa beim 407 Coupé. Der 508 wirkt vor allem als Limousine wie aus einem Guss; offensichtlich setzt man nun auch bei den Franzosen auf ein weniger spektakuläres, dafür aber langlebigeres Design, wie es die deutsche Konkurrenz vormacht.
Der 508 macht auf sportlich
Wie mittlerweile in der Mitteklasse üblich, macht auch der 508 auf sportlich. Die Dachlinie verläuft in einem durchgehenden Bogen von der A- bis zu breiten C-Säule und soll Coupé-Assoziationen wecken. Das gilt auch für das vielleicht ein wenig zu wuchtig geratene Heck mit seiner hohen Abrisskante und schmalem Rückfenster. Es bleibt abzuwarten, wie gut die Sicht nach hinten sein wird. Das Kombi-Heck wirkt dagegen konventioneller, durchaus aber gefällig.
Die Schokoladenseite dürfte die elegante Front werden. Über dem im Vergleich zu heutigen Modellen kleineren, aber nicht kleinen Kühlergrill wurde das Löwenlogo auf der Motorhaube in einer Mulde platziert.
Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick so hochwertig wie noch bei keinem Peugeot zuvor, auch hier scheint man sich deutsche Interieurs zum Vorbild genommen zu haben.
Leistung und Agilität
Bei den Antrieben setzen die Franzosen nach eigener Aussage auf Leistung und Agilität. Gleichzeitig muss ein neues Fahrzeug heute aber sparsamer sein als seine Vorgänger. Als Einstiegsaggregat dürfte die Limousine demnach von einem 1,6 Liter Ottomotor mit rund 120 PS befeuert werden.
Als völlige Neuentwicklung kommt einige Monate später zudem ein Diesel-Hybrid-Antrieb mit der Systemleistung von 147 kW/200 PS zum Einsatz. Dabei treibt der Selbstzünder die Vorderräder an, während ein Elektromotor auf die Hinterräder einwirkt. Die in Genf vorgestellte Studie „5 by Peugeot“, der Vorbote des neuen 508, verfügte schon über einen solchen Allradantrieb. Dann soll der Verbrauch nach Angaben von Peugeot bei 3,8 l/100 km (CO2-Ausstoß: 99 g/km) liegen, im kurzzeitigen reinen Elektrobetrieb naturgemäß bei null Gramm.
Als Konkurrenten des 508 sieht der Hersteller andere Mittelklässler wie VW Passat, Opel Insignia oder Ford Mondeo. Produziert wird der neue Peugeot als Limousine und Kombi im französischen Werk Rennes-La-Janais. Im Laufe des Jahres wollen die Franzosen ihr neues Spitzenmodell zudem in einer angepassten Version auch im chinesischen Wuhan vom Band laufen lassen.
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