Drakonische Strafen im Urlaub: 594 Euro für Handy am Steuer
zuletzt aktualisiert: 28.06.2008 - 15:39Berlin (RPO). Zahlreiche Länder in Europa haben die Strafen für das Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage im Jahr 2008 drastisch erhöht. Mit bis zu 594 Euro bestrafen es beispielsweise die Italiener. Vor dem Antritt einer Urlaubsreise ist ein Überblick über die Bußgelder im Ausland hilfreich.
Italien hat die maximale Geldbuße im vergangenen Jahr drastisch erhöht und sei damit Spitzenreiter in Europa, mahnt der Branchenverband Bitkom in Berlin. "Wer mit dem Handy am Ohr fährt, riskiert in fast allen EU-Ländern einen Teil seiner Urlaubskasse", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Weniger streng werde die Handy-Nutzung am Steuer in Frankreich und einzelnen osteuropäischen Ländern geahndet. Sie liege unter dem deutschen Bußgeldniveau von 40 Euro. "Für Fahrer, die unterwegs nicht aufs Telefonieren verzichten wollen, lohnt sich der Einbau einer Freisprecheinrichtung", meint Scheer. Das fördere nicht nur die Verkehrssicherheit, es schone im Zweifelsfall auch den Geldbeutel.
Ebenfalls tabu in den meisten Ländern rundum sei das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen, wenn man am Steuer sitze. Auch bei der Benutzung von Headsets sei Vorsicht geboten. Nicht überall im Ausland seien Freisprech-Lösungen im Straßenverkehr anerkannt, erläuterte Scheer.
Im Ausland bittet man Verkehrssünder generell meist ganz anders zur Kasse als hierzulande. Extrem hohe Bußgelder können die Urlaubskasse und den Spaßfaktor schnell auf Null bringen.
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