Eiskälte dauert an: Acht Frosttipps für Autofahrer
VON MANFRED KÜHNAPPEL - zuletzt aktualisiert: 26.01.2010 - 13:15Düsseldorf (RPO). Die Frostperiode ist so streng und lang wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ein Ende ist vorläufig nicht in Sicht. Auch Autos leiden: Schwache Batterien gehen in Serie in die Knie. Die ultimativen Frosttipps für Autos finden Sie hier.
Glücklich ist, wer bei diesen Temperaturen überhaupt in sein Auto kommt. Halten Sie ein Enteisungsspray griffbereit – und zwar im Mantel und nicht im Fahrzeug-Innenraum. Damit Türen oder Heckklappe nicht zufrieren, besorgen Sie sich spezielle Pflege-Stifte auf Silikon-, Glycerin- oder -Hirschtalgbasis für die Gummidichtungen.
Ist Ihre Windschutzscheibe vereist, kratzen Sie nicht einfach drauf los, sondern verwenden Sie vorher Eisspray. Lassen Sie es so lange einwirken, bis Sie das Eis mit der Gummilippe entfernen können. Damit vermeiden Sie üble Kratzer auf Ihrer Scheibe, verursacht durch das Stein-Salz-Gemisch. Eissprays gibt es wie Enteiser oder Glycerinmittel in Baumärkten oder an Tankstellen.
Der Schwachpunkt bei Autos sind in jedem Winter die Batterien. Sie rangieren in der Pannen-Hitliste des ADAC regelmäßig auf Platz eins. Sinken die Temperaturen, sinkt auch die Leistung der Autobatterie. So verfügt eine Batterie bei minus zehn Grad lediglich über 65 Prozent ihrer Kraft, erklärt der Automobilclub AvD. Durch die hohe Belastung erhöht sich auch das Pannenrisiko für Autofahrer.
Vorbeugend gegen einen Batterieausfall hilft laut AvD das Ausschalten von "Stromfressern" beim Startvorgang. Dazu zählen Scheinwerfer, Heckscheibenheizung, Gebläse und Scheibenwischer. Radio-, Navigations- und Telefongeräte sowie Sitzheizungen sollten bei der Fahrt nur dann zugeschaltet werden, wenn man sie tatsächlich benötigt.
Wenn die Batterie bereits bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt den Anlasser nur noch müde durchdreht, dann sollte sie unbedingt geprüft und, falls nötig, rechtzeitig ersetzt werden. Sonst gibt sie garantiert den Geist auf, wenn das Thermometer unter Null fällt.
Startet Ihr Fahrzeug nicht beim ersten Mal, "orgeln" Sie es nicht zu lange. Länger als fünf bis zehn Sekunden bewirkt das Gegenteil. Gönnen Sie der Batterie eine Erholungspause von mindestens einer Minute.
Will der Wagen gar nicht anspringen, hilft nur noch die Starthilfe oder der Pannendienst. Was Sie dabei beachten müssen, sehen Sie hier.
Der Besuch in der Waschstraße ist zwar grundsätzlich auch im Winter sinnvoll, um Streusalz und schädliche Chemikalien zu entfernen. Bei Minusgraden von unter fünf, kann die Fahrt durch die Waschstraße allerdings fatale Folgen haben. Denn dann drohen Dichtungen und Türschlösser einzufrieren.
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