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18 Prozent mehr Nutzer: Carsharing wird immer beliebter

zuletzt aktualisiert: 12.05.2009 - 08:32

Hannover/Berlin (RPO). Anfang 2009 machten insgesamt 137.000 Verbraucher beim Carsharing mit. Die Zahl der Teilnehmer wächst. Sie verzichten auf das Statussymbol und nutzen mit anderen ein Gemeinschaftsauto. Die Vorteile überwiegen - es sei denn man ist Berufspendler.

Ganz egal, wie oft oder selten sie damit fahren, für viele muss alle paar Jahre ein neues Auto her - eines, das schick aussieht, viel Komfort bietet und möglichst ein paar PS mehr hat als das Auto des Nachbarn. Doch immer mehr Verbraucher haben für solche Angeberei nichts mehr übrig. Sie teilen sich lieber mit anderen einen Wagen.

Noch nie waren in Deutschland die Teilnehmer beim Carsharing so zahlreich wie derzeit. Nach Angaben des Bundesverbands Carsharing (BCS) in Hannover machten Anfang 2009 insgesamt 137.000 Verbraucher beim "Autoteilen" mit. Das ist im zweiten Jahr in Folge ein Zuwachs von gut 18 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Diesen Nutzern stehen laut BCS mittlerweile bundesweit 3900 Autos an 1850 Entleihstationen zur Verfügung. Angeboten wird das alternative Mobilitätskonzept inzwischen in 270 Städten und Gemeinden.

Warum immer mehr Menschen dem traditionellen Autobesitz den Rücken kehren und zum Carsharing wechseln, liegt auf der Hand: Es bietet deutlich mehr Vorteile als Nachteile.

Die Anschaffungskosten etwa entfallen. Stattdessen ist nur für die Fahrzeugnutzung zu zahlen sowie der geringe Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Die Nutzung erfolgt zudem erheblich effizienter. Im Durchschnitt ist das Fahrzeug an 23 Stunden am Tag ein "Stehzeug", das nicht gebraucht wird. Trotzdem fallen Fixkosten zwischen 150 bis 500 Euro pro Monat an. Auch um Inspektions- und Reparaturtermine in der Werkstatt muss sich kein Carsharing-Teilnehmer kümmern.

In Düsseldorf beispielsweise gibt es allein drei Carsharing-Anbieter. Drive CarSharing mit Sitz in Solingen, das Carsharing der Deutschen Bahn und die Stadtmobil Rhein-Ruhr GmbH mit Sitz in Essen. Die Kosten unterteilen sich jeweils in einmalige Aufnahme-Gebühren um die 40 Euro, einen Monatsbeitrag zwischen 2 und 10 Euro sowie gestaffelte Preise, die je nach Fahrzeug, Mietdauer sowie gefahrene Kilometer und Spritpauschalen ganz unterschiedlich ausfallen.

Nur in wenigen Fällen wären Verbraucher mit dem eigenen Auto besser beraten als mit einer Mitgliedschaft in einer Carsharing-Organisation. Dazu zählen zum Beispiel alle Berufspendler. Wer für den täglichen Berufsweg auf das Auto angewiesen ist, fährt mit dem eigenen Wagen oder mit privat organisierten Fahrgemeinschaften besser.

Quelle: dpa

 
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