Unfallrisiko steigt: Hitze im Auto wirkt wie Alkohol
zuletzt aktualisiert: 08.07.2010 - 11:56Frankfurt/Main (RPO). Was sonst der Alkohol bewirkt, bringt im Sommer die Hitze fertig: Sie macht Autofahrer schneller müde, aggressiv und unkonzentriert. Darauf weist der Automobilclub von Deutschland (AvD) hin.
In aufgeheizten Fahrzeugen reagieren die Fahrer langsamer - das Unfallrisiko steigt. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat gezeigt, dass sich thermische Belastung negativ auf das Fahrverhalten auswirkt. Die Studie belegt, dass sich bei 27 Grad im Autoinnenraum die durchschnittlichen Unfallzahlen um sechs Prozent erhöhen, ab 32 Grad um 13 Prozent und bei extremer Hitze ab 37 Grad sogar um 33 Prozent.
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) empfiehlt, an besonders heißen Tagen verstärkt auf ein angenehmes Klima im Wagen zu achten. Vor Fahrtsantritt sollte der Wagen gut gelüftet und möglichst im Schatten abgestellt werden.
Auch könne die Klimaanlage in den ersten Minuten auf Maximalleistung gestellt und anschließend dosiert zugeschaltet werden. Den Luftstrom dabei aber nicht direkt auf den Kopf oder unbekleidete Körperstellen richten, da sonst ein erhöhtes Infektionsrisiko durch Keime in der Klimaanlage besteht.
Unverzichtbar ist insbesondere auf langen Strecken, regelmäßig Pausen einzulegen - möglichst ebenfalls an schattigen Stellen - und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Fahrten in der Mittagshitze gilt es, zu vermeiden und möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden auszuweichen. Zudem sollte leichte, luftige und bequeme Kleidung getragen werden.
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