Gebrauchtwagen der Woche: Kia Picanto: Recht zuverlässiger Preisbrecher
zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 11:58Berlin (RPO). Kleinstwagen sind als eigenes Segment noch nicht sehr lange auf dem Markt. 2004 wurde der Kia Picanto eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt gab es den Renault Twingo, VW Lupo oder Fiat Panda. Schnell hatte der günstigere Südkoreaner das Prädikat Preisbrecher weg. Experten halten ihn für "durchschnittlich zuverlässig".
Die Mängelliste in der ADAC-Pannenstatistik ist recht kurz, und Rückrufe gab es bislang auch noch keine. Vor allem in den Anfangsjahren 2004 und 2005 stellten die Gelben Engel des ADAC Zahnriemenprobleme, defekte Wegfahrsperren, verstellte Kupplungsbetätigungen und besonders 2005 "sehr häufig" entladene oder defekte Batterien fest.
Der Picanto - was auf Deutsch "Morgen" bedeutet - wurde in Deutschland im Jahr 2004 in zwei Ausstattungslinien eingeführt. Viele Tester begeisterte vor allem das großzügige Innenraumangebot, das der Viertürer allerdings nur zulasten des Kofferraumvolumens aufbieten konnte. Anders als sein Vorgänger Pride war der Picanto nie als Kombi im Programm. 2007 und 2009 gab es eine Modellpflege. Für das Frühjahr 2011 hat Kia die zweite Modellgeneration angekündigt.
Die Motorisierung des kleinen Steilheckwagens ist übersichtlich: Als Benziner gibt es ihn ausschließlich mit einem Vierzylinder-Reihenmotor, der eine Leistung von 48 kW/65 PS abgibt. Der von 2006 bis 2008 erhältliche Dreizylinder-Diesel steht mit 55 kW/75 PS in der Liste. Seit 2009 gibt es auch eine LPG-Autogasversion, mit den Motor-Eckdaten des Benziners.
Wer sich ein Exemplar des koreanischen Kleinstwagenvertreters zulegen möchte, zahlt laut Schwacke-Liste mindestens rund 3500 Euro: Dieser Betrag wird für den Picanto 1.1 LX des Baujahres 2004 angegeben. Für den Benziner 1.1 Cool aus dem Jahr 2008 sind noch 7200 Euro fällig. Ein Selbstzünder von 2006, der Picanto 1.1 CRDi LX, kostet rund 4750 Euro.
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