Start der Herbstferien: NRW bei Mega-Staus auf Platz zwei
zuletzt aktualisiert: 26.09.2008 - 13:10Düsseldorf (RP). Während die Blechlawinen in Richtung Herbstferien aufbrechen, teilt der ADAC mit, dass der Sommer 2008 war die schlimmste Stau-Saison seit sechs Jahren war. NRW rangierte bei den Mega-Staus auf dem zweiten Platz.
Sechs Jahre ist es her, dass es an den 13 Ferien-Wochenenden mehr oder längere Staus gab, hieß es von Seiten des ADAC. Insgesamt habe es diesen Sommer 996 größere Staus auf den Autobahnen gegeben, die sich auf insgesamt 14.025 Kilometer summierten.
Den mit 65 Kilometern längsten Stau mussten die Autofahrer am 27. Juni auf der A 3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg durchstehen. Beinahe jeder vierte Stau (23 Prozent) war in Bayern.
Mit 19 Prozent lag Nordrhein-Westfahlen auf Platz zwei. Es folgen Niedersachen (11 Prozent), Baden-Württemberg und Hessen (je 10 Prozent), Brandenburg (6 Prozent) sowie die übrigen Bundesländer mit 21 Prozent. Der ADAC zählte alle Staus mit mindestens zehn Kilometern Länge.
Zu Beginn der Herbstferien am Freitag müssen sich Autofahrer in Nordrhein-Westfalen auf lange Staus einstellen. Vor allem auf den Strecken nach Süden sei mit verstopften Straßen zu rechnen, warnt der ADAC.
Das zweite Oktoberfest-Wochenende in München sei erfahrungsgemäß immer gut besucht, die Autobahnen rund um die Stadt entsprechend voll. Zudem hätten viele Familien in den Sommerferien auf einen Urlaub verzichtet und wollten nun den Herbst im Süden verbringen, sagt Jacqueline Grünewald vom ADAC Nordrhein.
Wer noch ein wenig Sonne genießen wolle, reise in den Süden, nach Südtirol, Österreich oder in die Schweiz. Auch dort seien die Autorouten stark befahren, mit Behinderungen müsse gerechnet werden, warnt der Auto Club Europa. In Österreich gilt das vor allem für die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie für die Autobahn 14 am Pfändertunnel, in der Schweiz könne es auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route zu Staus kommen.
Nach Ansicht des ADAC ist auf den nachfolgenden Strecken mit Engpässen zu rechnen.
- In NRW:
- A1 rund um Wuppertal und Remscheid
- A1 am Kamener und am Westhofener Kreuz
- A3 am Hildener Kreuz.
- Bundesweit:
- A1 (Köln-Bremen-Lübeck)
- A2 (Dortmund-Hannover)
- A3 (Köln-Frankfurt-Nürnberg)
- A5 (Frankfurt-Karlsruhe-Basel)
- A6 (Mannheim-Heilbronn-Nürnberg)
- A7 (Würzburg-Kempten-Füssen)
- A8 (Stuttgart-München-Salzburg)
- A9 (Nürnberg-München)
- A61 (Mönchengladbach-Koblenz)
- A93 (Inntaldreieck-Kufstein)
- B2/A 59 (München-Garmisch-Partenkirchen)
- A99 (München-Umfahrung).
Wer nicht im Stau stehen möchte, sollte am Freitag möglichst direkt nach Schulschluss losfahren und nicht bis zum Nachmittag warten, um nicht in den Feierabend-Verkehr zu geraten. Oder noch besser ist es wohl einen Tag abwarten: „Ideal wäre eine Fahrt in der Nacht von Samstag auf Sonntag“, rät Grünewald, „dann ist der Fahrer ausgeschlafen und die Autobahnen sind frei.“
Vor Fahrtantritt sollten sich Reisende genau über Staus auf der Strecke informieren und Alternativ-Routen planen. „Aber nicht auf einer Bundesstraße, die parallel zur Autobahn verläuft“, warnt die Expertin. „Dort staut es sich ebenfalls.“
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