Einfacheres Verfahren: Online-Zulassung ab 1. März
zuletzt aktualisiert: 27.02.2008 - 15:03Berlin (RPO). Kraftfahrzeuge können ab dem 1. März 2008 online zugelassen werden. Dies ermöglicht eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) sowie eine damit verknüpfte Personen-Identitäts-Nummer (PIN).
Die elektronische Versicherungsbestätigung soll das An- oder Ummelden eines Autos einfacher und weniger zeitaufwändig machen. Darauf wies der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin hin.
Wer ein Fahrzeug zulassen will, benötigt dazu von seiner Versicherung einen Nachweis über eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Bislang gab es diesen Versicherungsnachweis nur in Papierform - die sogenannte Doppelkarte. Ab März können in einem vollständig elektronischen Vorgang die notwendigen Daten für die An- oder Ummeldung eines Kraftfahrzeuges zwischen Versicherungsunternehmen, Kraftfahrt-Bundesamt und den örtlichen Zulassungsbehörden papierlos ausgetauscht werden. Allerdings wird in einer Übergangszeit die VB-Nummer in den bekannten Versicherungsnachweis eingedruckt, da noch nicht alle Zulassungsstellen elektronisch arbeiten.
Schritt zum Bürokratieabbau
In der Praxis funktioniert das elektronische Verfahren so: Der Versicherer stellt für seinen Kunden eine Versicherungsbestätigung in einer zentralen Datenbank bereit. Der Kunde erhält die VB-Nummer per SMS auf das Handy, per E-Mail auf den Computer oder per Post nach Hause. Diese Nummer nennt er dem Mitarbeiter der Zulassungsstelle. Der Mitarbeiter überprüft dann online, ob für den Kunden eine gültige Versicherungsbestätigung hinterlegt wurde. Ist dies der Fall, kann das Fahrzeug zugelassen werden.
Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Kasparick, nannte die elektronische Bestätigung einen wichtigen Schritt, um Bürokratie abzubauen und die Fahrzeugzulassung bürgerfreundlicher zu machen. "Außerdem werden sich die Warte- und Bearbeitungszeiten in den Zulassungsbehörden verringern", erklärte Kasparick.
Klaus Sticker, Vorsitzender des Kraftfahrtfachausschusses im GDV, erklärte, die neue elektronische Versicherungsbestätigung sei wesentlich besser gegen Missbrauch und Fälschung geschützt. Außerdem würden Fehler bei der Eingabe der Versicherungsdaten reduziert, da sie nicht mehr von Hand eingegeben werden müssen. Auch spare man bei mehr als elf Millionen Kfz-Neuzulassungen und -Ummeldungen im Jahr über 340 Tonnen Papier ein.
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