Welche Rechte haben Polizisten bei der Kontrolle?
Der Kontrollierte muss die Anweisungen der Beamten befolgen. Zivilpolizisten müssen sich ausweisen, Polizisten in Uniform nicht.
Wie sollte auf die rote Polizeikelle reagiert werden?
Blinker setzen, rechts ranfahren und den Motor abstellen. Anschließend das Fenster öffnen und im Auto sitzen bleiben. Die Hände sollten sichtbar auf dem Lenkrad sein, hektische Bewegungen vermieden werden.
Ist ein Aussteigen bei einer Kontrolle nötig?
Nein, nur dann wenn der Polizeibeamte den Autofahrer dazu auffordert. Ignoriert der Fahrer die Anweisung droht ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro.
Welche Papiere sind bei einer Kontrolle zu zeigen?
Alle fahrzeug- und fahrerrelevaten Papiere. Dazu zählen Personalausweis, Führerschein, Fahrzeugpapiere sowie Teilegutachten oder Erlaubnisse eventueller Tuning- oder Umbaumaßnahmen.
Was dürfen die Polizisten sonst noch kontrollieren?
Warndreieck und Verbandkasten gehören zur Pflichtausstattung. Brems- und Lichtanlage sowie HU-Plakatte dürfen ebenfalls überprüft werden. Weitere Durchsuchungen wie die des Kofferraums oder des Handschuhfachs dürfen nur bei einem besonderen Anlass kontrolliert werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Fahrer positiv auf Drogen getestet wurde.
Darf ein Drogen- oder Alkohol-Test verweigert werden?
Ja. Die Polizei kann allerdings eine Blutprobe durch einen Arzt auf der Polizeiwache anordnen. Diese Maßnahme darf auch mit Zwang durchgesetzt werden.
Wie sollte auf Vorwürfe geantwortet werden?
Im Zweifelsfall sollte die Aussage verweigert und nur Name und Anschrift angegeben werden. Wer überhöhte Geschwindigkeit mit Eile rechtfertigt, räumt vorsätzliches Verhalten ein. Konsequenz: Die Geldbuße verdoppelt sich.
Darf auf Fragen auch nicht zutreffend geantwortet werden?
Ja. Niemand muss sich selbst belasten. Wird zu einem späteren Zeitpunkt das Gegenteil bewiesen, dürfen aus den falschen Angaben Schlüsse gezogen werden.