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ADAC-Crashtest: So sehen Unfälle mit Fahrrad aus

zuletzt aktualisiert: 28.04.2008 - 05:00

Düsseldorf (RPO). Ist es besser, Kinder mit dem Fahrradanhänger oder mit dem Fahrradsitz zu transportieren? Der aktuelle ADAC-Test ergab kein falsch oder richtig. Beide Systeme haben danach Vor- und Nachteile.

Auf kürzeren Strecken und in der Stadt bietet sich eher der Sitz an. Auf längeren Ausflügen hat der Anhänger die Nase vorn. Stellvertretend für alle Anhänger wurde der Testsieger im ADAC-Fahrradanhängertest 2005 „Burley Cub“ unter die Lupe genommen.

Er bietet insgesamt etwas mehr Sicherheit. Auch in Sachen Komfort schneidet der Anhänger besser ab, was sich auf längeren Strecken bemerkbar macht. Er gewährt je nach Modell ein bis zwei Kindern Platz, die vor Wind und Wetter geschützt sind. Außerdem können sie auch mal schlafen.

Beim bergab fahren mit Fahrradanhänger muss man allerdings aufpassen. Der Anhänger schiebt beim Bremsen mitunter so kräftig, dass das Hinterrad des Fahrrades ausbrechen kann und der Radfahrer stürzt.

Kindersitz leichter zu handhaben

Der Kindersitz „Römer Jockey Comfort“, Testsieger bei der Stiftung Warentest, ist im Systemvergleich beim Fahrverhalten und in der Handhabung klar im Vorteil. Das Rangieren des Fahrrads mit Sitz ist unkompliziert und deshalb gerade in der Stadt handlicher als mit Anhänger.

Der gelegentlich notwendige An- und Abbau des Sitzes ist einfacher als beim Anhänger. Aus diesem Grund empfiehlt der ADAC für kurze Strecken den Sitz. Ein Rad mit Kind im Sitz darf jedoch nie abgestellt werden. Das Umkippen des Rades kann selbst bei nachgerüstetem Doppelständer nicht verhindert werden. Das Kind ist einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt.

Für beide Systeme ist Voraussetzung: Das Fahrrad muss geeignet sein. Gute Bremsen gehören ebenso dazu wie entsprechende Beleuchtung. Und das Fahren muss geübt werden. Der breite Anhänger wie der hohe Schwerpunkt mit Kindersitz sind nicht ohne weiteres zu bewältigen.

Außerdem weist der ADAC darauf hin, dass das Kind beim Gebrauch beider Transportmittel angegurtet sein und einen Helm tragen muss. Die Preisspanne der Systeme reicht von deutlich unter 100 Euro für Kindersitze bis deutlich über 500 Euro für Anhänger.


 
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