Nichts geht mehr: Streik der Tankstellen in Italien
zuletzt aktualisiert: 06.06.2007 - 09:13Rom (RPO). Nichts geht mehr an den Zapfsäulen in Italien. Die Tankstellenpächter sind in einen 48-stündigen Streik getreten, um gegen Reformpläne der Regierung zur Liberalisierung des Marktes zu protestieren.
In den Städten begann der Ausstand am Dienstag um 19.30 Uhr, die Tankstellen an den Schnellstraßen des Landes sollten um 22.00 Uhr folgen. Ursprünglich sollte der Streik drei Tage dauern. Die Organisatoren stimmten jedoch einer Verkürzung auf zwei Tage zu, um die Folgen für die Bevölkerung etwas abzumildern.
Bereits zuvor in diesem Jahr hatten die Tankstellenpächter wegen der Liberalisierungspläne der Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi gestreikt. Das Kabinett verabschiedete im Januar ein Gesetzespaket, das in mehreren Industriezweigen für mehr Wettbewerb sorgen soll. So soll die Vorgabe abgeschafft werden, nach der zwischen Tankstellen, Fahrschulen, Schönheitssalons und anderen Firmen ein gewisser Abstand eingehalten werden muss.
Außerdem sollen Supermärkte Benzin verkaufen dürfen. Die italienischen Wettbewerbshüter hatten die Regierung zur Öffnung des Tankstellennetzes aufgefordert und angeführt, die Benzinpreise seien in Italien höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Das Parlament muss dem Gesetz noch zustimmen.
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