Alarm auf den Straßen: Tipps gegen den Stau-Wahnsinn
zuletzt aktualisiert: 26.06.2009 - 08:15Düsseldorf (RPO). Spätestens wenn in Nordrhein-Westfalen nächsten Donnerstag die Sommerferien beginnen, geht es auf den Straßen rund. Wir geben Ihnen schon jetzt zehn Tipps gegen den Stau-Alarm auf den Autobahnen.
Staus nerven Urlauber, Pendler, Berufskraftfahrer - tagein, tagaus. Sie vergeuden Unsummen an Energie und verpesten die Umwelt. Zum Start der Ferienzeit drängt sich die Frage auf: Gibt es überhaupt noch etwas, was man dagegen tun kann?
Der ADAC fand heraus, dass 2008 rund 86.000 Verkehrsmeldungen in Deutschland auf hohes Verkehrsaufkommen zurückzuführen waren. Insgesamt staute sich der Verkehr im Vorjahr auf 375.000 Kilometer. Das ist mehr als das neunfache des Erdumfangs.
"Rund 100 Milliarden Euro entstehen jährlich an Kosten durch Staus", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Dieser Zahl liegt eine Studie zugrunde, wonach jeder Bundesbürger im Jahr durchschnittlich 58 Stunden im Stau steht, so dass eine Gesamtzahl von 535.000 Stunden pro Jahr zusammenkommt.
Ein Ende ist gegenwärtig nicht absehbar, weil die Politik mit dem Ausbau und der Verbreiterung von Knotenpunkten und Ballungsräumen gar nicht so schnell nachkommt, wie sich der Verkehr ausbreitet.
Was kann man tun?
Was also tun, wenn jetzt die Urlaubsreise bevorsteht? Falls Sie die Wahl haben und nicht am Wochenende fahren müssen, erwägen Sie einen anderen Zeitpunkt der Abfahrt. Fahren Sie beispielsweise nachts, wenn keine oder fast keine Lkw unterwegs sind, und zudem kaum Pkw-Verkehr herrscht. Dazu müssen Sie aber absolut ausgeruht sein.
Oft stellen sich Autofahrer die Frage, ob es sich lohnt von der Autobahn abzufahren und über die Dörfer zu tingeln, wenn sie in einen Stau hineinfahren. Das bringt nach Expertenansicht nichts. Stauforscher Michael Schreckenberg (Professor für Physik von Transport und Verkehr an der Universität Duisburg-Essen) erläutert: "Wenn nur zehn Prozent der Autofahrer das gleiche tun, sind die Bundes- und Landstraßen meist hoffnungslos überlastet."
Moderne Navigationsgeräte sind zunehmend mit TMC-Funktionen (automatische Stau-Umfahrung) ausgestattet und damit zu einer Erleichterung geworden. Aber diese Stau-Umfahrung ist erst dann sinnvoll, wenn der Stau mindestens 15 Kilometer lang ist.
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